Zeitraum
11.-24. Juli 2010
Projektbeschreibung
Die Stadt Gdansk (Danzig) und ihre Umgebung haben im deutsch-polnischen Kontext eine außergewöhnliche und ambivalente Geschichte. Hierzu zählt insbesondere das Dorf Stutthof (heute: Sztutowo), an dessen Rand bereits am 2. September 1939 das Konzentrationslager Stutthof errichtet wurde: Es war das erste Lager außerhalb des Dritten Reichs und das am längsten bestehende. Durch seine Tore gingen über 110 000 Häftlinge. Es war eine nationalsozialistische Vernichtungsstätte, der nach dem Zweiten Weltkrieg wenig Beachtung geschenkt wurde.
Neben der praktischen Arbeit werden die TeilnehmerInnen die Möglichkeit nutzen haben, in wechselseitigen Führungen und Diskussionen zur Vergangenheit und Gegenwartes des Ortes auszutauschen. Das Workcamp wird von der pädagogischen Abteilung der Gedenkstätte Stutthof inhaltlich begleitet.
Arbeit
Die TeilnehmerInnen des Sommerlagers werden sich maßgeblich daran beteiligen, dass das zerfallene Gebäude der so genannten Neuen Küche in Zukunft für pädagogische Zwecke genutzt werden kann. Die Neue Küche, für die man am Tag der Entstehung der Gedenkstätte Stutthof keinen Platz in der Museumskonzeption fand, gilt heutzutage als ein völlig vergessenes Objekt. Das Gebäude wurde 1944 gebaut und vor allem als Magazin genutzt. Ende August 1944 wurde es zu einer Sammelstelle für jüdische Häftlinge. Heute liegt die Neue Küche außerhalb der Gedenkstätte. Es wurde aber der Plan ins Leben gerufen, das alte Gebäude gegen weitere Verwahrlosungen zu schützen und es künftig in den Ausstellungsraum der Gedenkstätte aufzunehmen.
Freizeit
Freizeitmöglichkeiten gibt es viele. Unter anderem werden die TeilnehmerInnen die Möglichkeit haben, die Städte Gdansk (Danzig) und Malbork (Marienburg) kennenzulernen.
Gruppe
Wir erwarten etwa 25 TeilnehmerInnen
Campsprachen
Deutsch, Polnisch (erwartet sind ausreichende Kenntnisse in einer der beiden Sprachen)
Quartier
Unterbringung in einer Pension in der Umgebung der Gedenkstätte (nicht weit vom Meer)
Mehr Informationen gibt es im Sommerlager-Referat von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste (030 28 39 5 184, sommer@asf-ev.de) oder unter www.asf-ev.de/sommerlager)