Rund 60 junge Menschen aus aller Welt nehmen an den Workcamps in der Gedenkstätte Sachsenhausen teil

31. Juli 2013

Am gestrigen Montag, den 1. Juli 2013, begann in der Gedenkstätte Sachsenhausen die diesjährige Saison der internationalen Sommer-Workcamps. Die 15 Teilnehmer des ersten Workcamps werden bis zum 21. Juli in der Internationalen Jugendbegegnungsstätte Sachsenhausen "Haus Szczypiorski" untergebracht sein. Sie sind aus Armenien, Großbritannien, Kanada, Korea, Mexiko, Russland, Spanien, Taiwan und aus der Ukraine angereist.

Zu den insgesamt vier Workcamps werden bis zum 7. September rund 60 junge Menschen aus zahlreichen Ländern in der Gedenkstätte Sachsenhausen erwartet. Sie werden sich zwei, zum Teil auch drei Wochen lang am historischen Ort mit der Geschichte von Sachsenhausen beschäftigen, sich bei der Pflege der Gedenkstätte engagieren, Exkursionen zu Berliner Gedenkstätten unternehmen und gemeinsam ihre Freizeit verbringen. Drei Workcamps werden in Kooperation mit der Vereinigung Junger Freiwilliger (VJF) durchgeführt, einem in Berlin ansässigen Verein, der Workcamps und Freiwilligendienste in aller Welt organisiert. Bei einem Workcamp ist die Aktion Sühnezeichen / Friedensdienste (ASF) Partner der Gedenkstätte.

Neben der inhaltlichen Arbeit, in deren Rahmen die Camp-Teilnehmer die Schicksale ehemaliger Lagerhäftlinge recherchieren oder bedeutsame Orte des Lagers in digitalen Karten verankern werden, stehen Pflegearbeiten im Bereich des ehemaligen Industriehofes sowie im ehemaligen KZ-Sonderlager an, das 1946 bis 1950 als "Zone II" Teil des sowjetischen Speziallagers war. Außerdem werden die Teilnehmer der Workcamps Gelegenheit haben, Stiftungsdirektor Prof. Dr. Günter Morsch zu treffen und dabei Details über den historischen Ort und die wissenschaftliche Arbeit in einer Gedenkstätte zu erfahren.

"Wir begrüßen die Teilnehmer der internationalen Workcamps sehr herzlich in der Gedenkstätte Sachsenhausen und danken ihnen für ihr großartiges Engagement", sagte Günter Morsch heute in Oranienburg. „Seit vielen Jahren kommen immer wieder junge Menschen aus der ganzen Welt zu uns, um mitzuhelfen, die Gedenkstätte zu erhalten, aber auch, um am authentischen Ort den Staatsverbrechen des letzten Jahrhunderts nachzuspüren.“ Ohne die praktische Hilfe der Workcamp-Teilnehmer könne die Gedenkstätte die vielfältigen Erhaltungsmaßnahmen nicht bewältigen. „Sie sind für uns auch in der Zukunft unverzichtbare Partner“, so Morsch.

Information: www.stiftung-bg.de

Verantwortlich:

Tim Tolsdorff I Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit I Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten

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