Projektbeschreibung:
Die Regierung der Tschechischen Republik brachte in ihrer Erklärung vom 24. August 2005 ihre tiefe Anerkennung gegenüber allen Personen aus den Reihen der ehemaligen tschechoslowakischen Bürger zum Ausdruck, insbesondere derer mit deutscher Nationalität, die vor dem Zweiten Weltkrieg auf dem Hoheitsgebiet der heutigen Tschechischen Republik lebten, die der Republik zur Zeit der Hitleraggression treu geblieben waren, sich aktiv am Kampf für ihre Befreiung beteiligten, bzw. durch das Naziregime verfolgt wurden. Die Regierung der Tschechischen Republik äußerte gleichfalls ihr Bedauern, dass einigen von ihnen nach dem Krieg nicht die verdiente Anerkennung zuteil geworden ist. Anstelle dessen wurden sie in Widerspruch zur damals gültigen rechtlichen Regelung im Zusammenhang mit den in der Nachkriegs-Tschechoslowakei gegen die sog. "feindliche Bevölkerung" ergriffenen Maßnahmen bestraft. Gegenüber allen derart geschädigten aktiven Nazigegnern hat die Regierung der Tschechischen Republik ohne Berücksichtigung ihrer späteren Staatszugehörigkeit und ihres späteren Aufenthaltsortes ihrer Entschuldigung Ausdruck verliehen...In Einklang mit diesem Beschluss und mit finanzieller Unterstützung durch die tschechische Regierung wird derzeit ein Dokumentationsprojekt umgesetzt, das von dem Institut für Zeitgeschichte bei der Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik in Zusammenarbeit mit dem Museum der Stadt Ústí nad Labem und dem Nationalarchiv in Prag erarbeitet wird. Die Aufgabe des Projektes besteht darin, die Geschichte der Nazigegner aus den Reihen der einstigen Bürger der Tschechoslowakischen Republik, ihre Hinterlassenschaft und ihren Beitrag im Kampf für die europäische Demokratie zu erfassen und zu sammeln. Gleichzeitig soll das Projekt die breitere Öffentlichkeit mit dem Schicksal dieser Antifaschisten vertraut machen. Die Ergebnisse des Projektes werden nicht nur in Fachstudien und -editionen, sondern ebenfalls in Form von Wanderausstellungen, Rundfunk- und Filmdokumenten, internationalen Konferenzen und Bildungsprojekten zugänglich gemacht, die sich speziell an Schüler der Grund- und Mittelschulen wenden sollen. Die Projektergebnisse werden in beständiger Form ab Herbst 2008 im Rahmen einer Dauerausstellung im Museum der Stadt Ústí nad Labem zu sehen sein...Das Projekt ist ein Beleg für das Interesse, das die tschechische Gesellschaft an diesen historischen Erscheinungen und Ereignissen und an den Traditionen zeigt, zu denen sich das demokratische Europa heute bekennt. Gerade dazu gehört auch das Vermächtnis der aktiven Nazigegner in den böhmischen Ländern...Getragen vom Interesse, zur Festigung des "historischen Gedächtnisses" beizutragen, wendet sich das das Projekt bearbeitende Team mit dem folgenden Aufruf an die internationale Öffentlichkeit:.. *. Gehören Sie zu den Antifaschisten aus Reihen der Bürger der ehemaligen Tschechoslowakischen Republik?. *. Sind Sie Verwandte oder Bekannte solcher Personen?. *. Haben Sie interessante Zeugnisse über deren Tätigkeit bzw. Fotos oder andere Dokumente zur Verfügung?.
Kontakt
nstitut für Zeitgeschichte der Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik
Vla?ská 9
118 40 Praha 1
Tel.: 00420257531122
Fax: 00420257531121, 00420257532553
eMail: antifa@usd.cas.cz
Homepage: www.zapomenutihrdinove.cz