Projektbeschreibung:
In fast allen ostmittel- und südosteuropäischen Staaten lässt sich seit 1989 ein Kampf um die Vergangenheit beobachten, der sich auf verschiedenen Ebenen abspielt. Es ist eine intensive Phase des gesellschaftlichen Aushandelns von neuen Geschichtsbildern sowie der Suche nach neuen Ästhetiken und Sprechweisen. Gleichzeitig ist in der aktuellen kulturwissenschaftlichen Forschung ein verstärktes Vordrängen des Paradigmas Gedächtnis und Erinnerung zu beobachten. Das diesjährige Herbstarbeitstreffen von FOSE greift diese Ent-wicklungen auf und beschäftigt sich mit Erinnerungskulturen und Geschichtspolitik in Ostmittel- und Südosteuropa. Neben der gemeinsamen Diskussion theoretischer Texte werden dabei auch aktuelle Forschungsergebnisse sowie laufende Forschungsprojekte zu diesem Themenkomplex vorgestellt.. . ..10.30 Begrüssung..10.30 Vivian Wagner (St. Gallen): Impulsreferat..11.00 Textdiskussion..12.00 Mittagspause..13.30 Jérôme Brugger (Bern): Die Feier '1300 Jahre Bulgarien' von 1981 und ihre Spätfolgen..14.15 Ursula Stohler (Bern): Identität und Kanon im Literaturunterricht in Osteuropa (1989-2007)..15:00 Pause..15.30 Tamas Kanyó (Eger/Freiburg): Ungarns Spitzelaffairen und die Probleme im Umfeld des Archivs (ABTL) für Staatsicherheitsdienste..16.15 Stefan Dietrich (Zürich): Über den Umgang mit der Weltkriegsvergangenheit in Kroatien..17.00 Ausblick auf die weiteren Aktivitäten des Forums Ostmittel- und Südosteuropa (FOSE)
Kontakt
Stefan Dyroff
Länggassstr. 49
3008 Bern, Schweiz
eMail: fose@gmx.ch
Homepage: www.osteuropa-wissenschaften.ch/fose/