Projektbeschreibung:
Deadline: 30.05.2008..Am 31. Oktober und 1. November 2008 veranstaltet der Arbeitskreis seine diesjährige Herbsttagung in Kooperation mit dem Deutschen Historischen Museum in Berlin zum Thema "Geschichtspolitik in Museen und Gedenkstätten"...Als Institutionen des kulturellen Gedächtnisses bringen Museen und Gedenkstätten „eine Lebenswirklichkeit, die seit längerem oder erst kürzlich vergangen ist, für die Dauer einer Ausstellung noch einmal zur Anschauung und sinnlichen Präsenz“ (Aleida Assmann). In solchen Prozessen der Konstruktion von Geschichtsbildern werden historische Zeugnisse, wie Dokumente, Quellen, aber auch Objekte, zu Belegen. Mit ihnen werden vergangene Ereignisse dem Vergessen entrissen und den in der Gegenwart Lebenden als Verkörperung oder Symbolisierung dessen präsentiert, was gesellschaftlich für wichtig erachtet wird. Derartigen Zeugnissen wird unter anderem deshalb Bedeutung zugesprochen, weil auf diese Weise nicht nur Geschichte anschaulich wird, sondern weil sich mit den Ausstellungsstücken die bestehenden Verhältnisse in einer Gesellschaft erklären und politische Entscheidungen legitimieren lassen...Mit den beschriebenen Funktionen sind Museen, Ausstellungen und Gedenkstätten Akteure im geschichtspolitischen Prozess einer Gesellschaft. Da sie in der Regel ihre Projekte mit staatlichen Ressourcen realisieren, stellen sich Fragen nach der Legitimation dieser Mittel und danach, was, warum, mit welcher Intention und in welchen inhaltlichen Kontexten als erinnernswert präsentiert wird...Der Themenkreis der Tagung ist bewusst breit gehalten, um ein möglichst umfassendes Spektrum an Fragestellungen diskutieren zu können. Wir wünschen uns daher Beiträge, die die inhaltliche Arbeit von Museen und Gedenkstätten als geschichtspolitisches Handeln beleuchten, die diese Institutionen als geschichtspolitische Akteure thematisieren wie auch gesellschaftliche Auseinandersetzungen um einzelne Häuser oder Ausstellungen als geschichtspolitische Konflikte diskutieren und einordnen. Gemeint sind unter anderem die Einflüsse staatlichen Handelns auf Museen, Gedenkstättenleitungen sowie Ausstellungsmacher und auch die Differenzierung zwischen kollektiven und individuellen Akteuren. Wir würden uns weiterhin über Erfahrungsberichte aus den Institutionen und (international) vergleichende Analysen freuen...Wer auf der Tagung ihre bzw. seine Arbeit präsentieren möchte, schicke bitte bis zum 30. Mai 2008 ein Abstract (max. eine Seite) zusammen mit einer kurzen biografischen Notiz an:.PD Dr. Horst-Alfred Heinrich, isfhah@sowi.uni-stuttgart.de...Wir weisen darauf hin, dass der Arbeitskreis über keine finanziellen Ressourcen verfügt. Reise- und Übernachtungskosten können deshalb nicht erstattet werden.
Kontakt
Deutsches Historisches Museum
Unter den Linden 2
10117 Berlin
Tel.: +49 - (0)30 - 20304 - 0
Fax: +49 - (0)30 - 20304 - 543
Homepage: www.dhm.de