Globale Migrationsbewegungen machen Deutschland zu einem Ein- und Auswanderungsland. Dies hat Auswirkungen auf die Erinnerungskultur in Deutschland, die sich für das 20. Jahrhundert stark auf der Geschichte des Nationalsozialismus und der SED-Diktatur bezieht. Zunehmend werden hierzulande weitere Unrechts- und Gewalterfahrungen des 20. Jahrhunderts erinnert: Kriege und Bürgerkriege, Vertreibungen, Verfolgung und Flucht, Völkermord, Kolonialismus, Diktaturen, Widerstand und Selbstbehauptung.
Die Stiftung EVZ fördert mit dem Programm GESCHICHTE(N) IN VIELFALT seit 2009 Bildungs- und Begegnungsprojekte zur Auseinandersetzung mit Erfahrungen von kollektiver Gewalt bzw. systematischem historischem Unrecht, die wenig beachtet, aber manchmal umstritten sind und das interkulturelle Zusammenleben belasten können. Die Stiftung EVZ will damit einen Beitrag zur Weiterentwicklung der Erinnerungskultur in Deutschland leisten. Bildungseinrichtungen, PädagogInnen und die Zivilgesellschaft sind daher gefordert, sich der kulturellen und historischen Vielfalt und unterschiedlichen Perspektiven zu öffnen.
Die Stiftung EVZ fördert Bildungs- und Begegnungsprojekte zu umstrittenen oder vernachlässigten Geschichtsbezügen. Die Projekte sollen zu einer Kultur des Respekts und der gleichberechtigten Verständigung beitragen und ein friedliches Zusammenleben verschiedener Gruppen in Deutschland ermöglichen.
WAS WIRD GEFÖRDERT?
WER KANN SICH BEWERBEN?
WAS SIND WICHTIGE FRISTEN?