In der öffentlichen Debatte zeigt sich, dass wenig Bewusstsein für die historische Kontinuität der extremen Rechten in den deutschen Nachkriegsgesellschaften vorhanden ist. Das antifaschistische Pressearchiv und Bildungszentrum Berlin und das Aktive Museum Faschismus und Widerstand in Berlin e.V. erarbeiten derzeit eine Ausstellung über die extreme Rechte und die Gegenwehr in Berlin seit den 1950er Jahren. Der Hauptteil der Finanzierung steht, für digitale und audiovisuelle Features brauchen wir jedoch noch eure finanzielle Unterstützung!
Deshalb starten wir heute ein Crowdfunding
https://www.startnext.com/extreme-rechte-und-gegenwehr
Ziel der Ausstellung ist es, Berlinerinnen und Berliner für diese Dimension der Zeitgeschichte zu sensibilisieren, die historischen Kontinuitäten der extremen Rechten aufzuzeigen und zugleich deutlich zu machen, dass die Auseinandersetzung mit der extremen Rechten jenseits von staatlicher Verbotspolitik und geheimdienstlicher Intervention vor allem auch durch eine kritische Zivilgesellschaft geführt worden ist.
Als Ausstellungsorte sind Bezirksmuseen, Bezirksrathäuser, Stadtteilbibliotheken, Orte der historisch-politischen Bildung, Hochschulen und Schulen geplant. Die Ausstellung soll so an alltäglichen Orten im Stadtraum über die Kontinuitäten der extremen Rechten informieren und gleichzeitig deutlich machen, dass es schon immer auch eine aktive und vielschichtige Auseinandersetzung mit dem Phänomen gegeben hat. Nicht zuletzt wollen wir anhand der Geschichte auch dazu ermutigen, den gesellschaftlichen Rechtsruck nicht unwidersprochen zu lassen.
Das Projekt ist eine Kooperation von apabiz und dem Aktivem Museum.
Das antifaschistische pressearchiv und bildungszentrum berlin e.V.
(apabiz) ist das größte, öffentlich zugängliche Facharchiv zur extremen
Rechten nach 1945 im deutschsprachigen Raum. Seit 1991 informiert der
gemeinnützige Verein über die Entwicklung rechter Parteien und
Organisationen, die militante Neonaziszene, die rechte Medienlandschaft
und die Einflussnahme auf verschiedene Jugendkulturen.
Das Aktive Museum Faschismus und Widerstand in Berlin e.V. ist ein
gemeinnütziger Verein mit dem Ziel der „Aufklärung über deutsche,
insbesondere Berliner Geschichte der NS-Zeit, über Entwicklungen, die
die Machtübernahme der Nationalsozialisten ermöglichten und die Folgen
und Kontinuitäten in der Zeit nach 1945“. Es ging 1983 aus einer
Bürgerinitiative hervor, die ein Veranstaltungsprogramm zum 50.
Jahrestag der nationalsozialistischen Machtübernahme am 30. Januar 1933
organisierte. Das Aktive Museum steht in der Tradition der
Geschichtswerkstätten und ist ein archetypisches Beispiel eines
Geschichtsvereins, der aus der Bewegung der „Geschichte von unten“
hervorging.
https://www.aktives-museum.de/
Wir hoffen auf eure Unterstützung.
apabiz & Aktives Museum e.V.