Ausstellung „Deportiert ins Ghetto. Die Deportationen der Juden aus dem Rheinland im Herbst 1941 ins Ghetto Litzmannstadt (Łódź)“.

6. September 2013

Im Herbst 1941 verließen drei Transporte in Richtung Polen das Rheinland. Von den Städten Köln und Düsseldorf aus wurden insgesamt rund 3.014 Juden aus dem gesamten Rheinland in das Ghetto von Litzmannstadt (Łódź) deportiert. Ein Teil der Deportierten starben im Ghetto, andere wurden von dort ins Vernichtungslager Kulmhof gebracht und ermordet. Diejenigen, die 1944 noch im Ghetto lebten, wurden im Zuge der Auflösung des Ghettos in verschiedenste Konzentrations- und Vernichtungslager zur Zwangsarbeit gebracht und fanden dort den Tod. Nur 36 Personen überlebten das Kriegsende dauerhaft.

Die Ausstellung „Deportiert ins Ghetto“ befasst sich mit der Geschichte der Deportierten vor, und schwerpunktmäßig mit ihrer Zeit im Ghetto. Die Ausstellung beantwortet die Fragen:

-       Wer waren die Deportierten, und was mussten sie bereits vor ihrer Deportation erleiden?

-       Wie verliefen die Deportationen, und was erwartete die Neuankömmlinge im Ghetto?

-       Wie war das Leben im Ghetto?

-       Welche Wege führten aus dem Ghetto?

Die Geschichte der Juden aus dem Rheinland im Ghetto von Litzmannstadt (Łódź) wird anhand biografischer Zeugnisse und vieler Originaldokumente aufbereitet und erklärt. Die Vielzahl von abgedruckten Fotografien und Originaldokumenten geben den Deportierten ihre Identität und ihre persönliche Geschichte zurück.

Erstellt im Auftrag der NS-Gedenkstätten und –Erinnerungsorte in NRW e.V. Kuratorinnen: Hildegard Jakobs (Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf) und Dr.Karola Fings (NS-Dokumentationszentrum Köln).

Zurzeit ist die Ausstellung zu sehen:

Solingen, Kreissparkasse Kölner Straße 68, bis 27.09.2013

Anschließend:

Kleve, Kleine Kirche an der Böllenstege, 02.10.2013 bis 31.10.2013

Grevenbroich: 01.11. bis 05.12.2013

Düsseldorf, Fachhochschule: 03.01. bis 31.01.2014