akinda - ehrenamtliche*r Vormund*in für minderjährige Geflüchtete

13. September 2018

Immer noch kommen minderjährige Geflüchtete ohne Eltern nach Deutschland. Sie verlassen ihr Heimatland um Krieg, Gewalt oder Perspektivlosigkeit zu entkommen, um zur Schule zu gehen und sich eine Zukunft in Sicherheit aufbauen zu können. Nach ihrer Ankunft in Deutschland sind die Kinder und Jugendlichen mit einer komplett neuen Lebenssituation konfrontiert. Sie müssen ohne ihre Familie leben, eine neue Sprache lernen, neue Freunde finden und viele Behördentermine wahrnehmen.  Da die Eltern nicht vor Ort sind oder nicht mehr leben, übernimmt das Jugendamt, ein Verein oder eine ehrenamtliche Person die Vormundschaft.

Wer sind wir?

akinda ist ein Projekt von XENION - Psychosoziale Hilfen für politisch Verfolgte e.V. Wir qualifizieren, vermitteln, beraten und begleiten seit über 20 Jahren Ehrenamtliche, die Vormundschaften für unbegleitete minderjährige Geflüchtete übernehmen. akinda leistet damit einen Beitrag zu der Verbesserung der Lebenssituation und Perspektive der jungen Geflüchteten.

Warum ehrenamtliche Einzelvormundschaft?

Zwischen den ehrenamtlichen Vormund*innen und den Jugendlichen entwickeln sich häufig vertrauensvolle Beziehungen, die den jungen Menschen stärken. Das ist eine große Hilfe beim Ankommen in Deutschland. Die Einzelvormund*innen können motivieren, wenn das Durchhalten schwerfällt und sich engagiert für die Interessen des Jugendlichen einsetzen. Dies ist insbesondere wichtig, wenn es um die Sicherung des Aufenthaltes von jungen Geflüchteten geht.

Geflüchtete haben oft kaum Zugang zu den Lebenswelten der Berliner Bevölkerung. Vormund*innen können sie in ihre persönlichen Beziehungen und Netzwerke einbinden und dadurch ihre gesellschaftliche Teilhabe stärken.

Amts- oder Vereinsvormundschaften enden mit der Volljährigkeit des*der Jugendlichen. Ein*e ehrenamtliche*r Vormund*in bietet dagegen eine verlässliche zwischenmenschliche Beziehung, die auch über das 18. Lebensjahr hinaus weiterbestehen kann.

Unsere Homepage: www.akinda-berlin.org zeigt, was eine Einzelvormundschaft bedeuten kann.

Wie unterstützt akinda ehrenamtliche Einzelvormund*innen?

Wer fachliche Fragen hat oder sich über Erlebtes austauschen möchte, kann sich vor, während und nach der Vormundschaft jederzeit an uns wenden. Wir nehmen uns immer Zeit für ein ausführliches Gespräch.

Außerdem bieten wir regelmäßig Reflexionsgruppen und Weiterbildungen zu relevanten Themen an (z.B. das Berliner Bildungssystem, die Ausbildungsduldung, Asyl- und Aufenthaltsrecht, Nähe und Distanz, Umgang mit Trauma, Radikalisierung).

Was sind die ersten Schritte?

Auf einem Info-Abend stellt akinda seine Arbeit vor.

Unsere nächsten Termine:

25.09.2018, 19 bis 21 Uhr                           Dudenstr. 78, 2. HH., 10965 Berlin Kreuzberg

09.10.2018, 19 bis 21 Uhr                           Dudenstr. 78, 2. HH., 10965 Berlin Kreuzberg

Anmeldungen bitte per E-Mail an akinda@remove-this.xenion.org

Wer Interesse hat, meldet sich anschließend für ein Eignungsgespräch an. Dies führen wir im Auftrag des Jugendamtes Steglitz-Zehlendorf durch. Hier lernen wir uns gegenseitig kennen. Außerdem klären wir die persönliche Eignung, Motivation, vorhandene Kompetenzen, Qualifikationen und die vorhandenen zeitlichen Ressourcen.

Dann laden wir sie zu unserer Schulung ein. Das Schulungsprogramm besteht aus vier, jeweils dreistündigen Modulen – der Einführungsveranstaltung, Asyl- und Aufenthaltsrecht, Vormundschaftsrecht und Jugendhilfe. Kinderschutz ist ein modulübergreifendes Thema.

Die nächste Schulung beginnt am 11.10.2018. Alle weiteren Informationen dazu erhalten sie über uns.

Interesse?

Ein Anruf (Tel. 030 880 6673 74) oder eine E-Mailakinda@remove-this.xenion.org genügt.

Herzliche Grüße,

Das akinda Team: Barbara Jessel, Anna Lutteroth, Annika Butz, Claudia Schippel

Träger: XENION Psychosoziale Hilfen für politisch Verfolgte e.V., Dudenstr. 78, 10965 Berlin