Projektbeschreibung:
Programm.Konzepte und Ziele – Planung und Realisierung..Die Gründungsphasen der Konzentrationslager im Vergleich...Bundesweites Gedenkstättenseminar Oranienburg-Sachsenhausen 27.-29.09.2007..In den letzten Jahren ist die Forschung zur Geschichte der Konzentrationslager weiter intensiv vorangetrieben worden. Neben Studien zu einzelnen Konzentrationslagern wurden zahlreiche Einzelaspekte der Geschichte der Konzentrationslager untersucht und erforscht. Mehr als 10 Jahre nach der großen Tagung in Weimar (1995), die viele wichtige Impulse für die Konzentrationslagerforschung gegeben hat, soll die Frage nach der „Formierung des KZ-Systems“ noch mal resümierend betrachtet werden...Das 48.Gedenkstättenseminar will in Vorträgen und Diskussionen die Gründungsphasen unterschiedlicher Konzentrationslager in vergleichender Perspektive betrachten. Sind die nationalsozialistischen Konzentrationslager durch eine relativ klare Konzeption gekennzeichnet, oder sprechen wir von einem dynamischen Entwicklungsprozess der bei einer zunehmenden Radikalisierung einen allmählichen Funktionswandel beinhaltete. Welche spezifischen Ziele und Absichten verfolgten die NS-Protagonisten bei der Planung und Gründung der jeweiligen Lager und inwieweit veränderten sich diese im Prozeß der Realisierung? Wie ist z.B. die 1936 erfolgte Gründung von Sachsenhausen als „modernes und vollkommen neuzeitliches Konzentrationslager“ im Hinblick auf die Frage von Kontinuität und Diskontinuität in der Entwicklung des KZ-Systems zwischen 1933 und 1936/37 zu bewerten? Stellt die Gründung einen Neuanfang in der Formierung des KZ Systems dar oder überwiegen strukturelle Grundprinzipien, wie sie von Wolfgang Sofsky idealtypisch entwickelt wurden? Weist die hohe Rate an Häftlingen der Gruppe der BVer in der Lichtenburg auf die Existenz einer „generalpräventiven“ Verfolgungspolitik schon vor 1936 hin? Wollte man bei der Errichtung des KZ Mauthausen in erster Linie ein neues Lager in der Ostmark schaffen oder war der Ausbau der Stadt Linz der Hauptmotor für die Entscheidung. Wieso wurde Auschwitz und nicht Lublin – Majdanek zum wichtigsten „Vernichtungslager“? Wie erklären sich die vergleichsweise moderaten Haftenbedingungen im Frauenkonzentrationslager Ravensbrück in der Gründungsphase? Wie passen die Haftbedingungen in Mittelbau-Dora in der Anfangszeit zu den ökonomischen Zielen?..Neben der Vorstellung und Diskussion neuer Forschungsergebnisse soll auch die Darstellung der Gründungsphasen in den Ausstellungen und der Bildungsarbeit der Gedenkstätten thematisiert werden. Im zweiten Teil des Seminars wird die Rezeption der Verschiedenartigkeit der Konzentrationslager im Nachkriegsdeutschland referiert und diskutiert sowie die aktuelle geschichtspolitische Debatte und die Perspektiven für die Gedenkstätten in Deutschland erörtert.Einladung und Programm..__________________________________________________________________________..Vorläufiges Programm des 48. Gedenkstättenseminars..Konzepte und Ziele – Planung und Realisierung..Die Gründungsphasen der Konzentrationslager im Vergleich...Oranienburg, 27.-29. September 2007..Veranstalter:.Bundeszentrale für politische Bildung, Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten / Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen (GuMS), Stiftung Topographie des Terrors (Topo)..Tagungsort:.Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen, Straße der Nationen, 16515 Oranienburg..Unterkünfte:.Stadthotel Oranienburg, André-Pican-Straße 23.Hotel an der Havel, Albert-Buchmann-Str. 1.Internationale Jugendbegegnungsstätte - Haus Szyzpiorski, Bernauer Straße 162...Programm..Donnerstag, den 27. September..10.00 Uhr Offenes Angebot der Gedenkstätte Sachsenhausen.Allgemeine Führung durch die Gedenkstätte und das Museum Sachsenhausen (Treffpunkt Besucherinformationszentrum GuMS)..13.00 Uhr Anmeldung (Plenarraum im Besucherinformationszentrum GuMS)..ab 13.00 Uhr Imbiß (Kinoraum GuMS)..14.00 Uhr Tagungsbeginn (Veranstaltungsraum GuMS).Begrüßung..14.30 Uhr Vortrag.Kalkül, Improvisation, Dynamik. Die Entwicklung des Systems der NS-Konzentrationslager 1933 bis 1945 - ein Überblick.Prof. Dr. Ulrich Herbert, Freiburg.Leitung: Dr. Falk Pingel, Braunschweig..16.00 Uhr Kaffeepause..16.30 Uhr Gründung und Aufbau des KZ Sachsenhausen.Prof. Dr. Günter Morsch, Oranienburg.Leitung: Prof. Dr. Volkhard Knigge, Weimar..18.00 Uhr Besichtigung der Ausstellung: Von der Sachsenburg nach Sachsenhausen. Bilder aus dem Fotoalbum eines KZ-Kommandanten.Einführung: Prof. Dr. Günter Morsch.Diskussion und Nachfragen ab 19.15 Uhr in der Ausstellung..20.00 Uhr Abendessen im Stadthotel Oranienburg..Freitag, den 28. September 2007..Tagungsort: Auf dem Gelände der GuMS..9.00 Uhr Arbeitsgruppen..AG 1.Planung und Realisierung.Dachau, Dr. Barbara Distel, Dachau.Mauthausen, PD Dr. Bertrand Perz, Wien.Majdanek, Dr. Tomasz Kranz, Lublin.Leitung: Dr. Jan-Erik Schulte, Büren-Wewelsburg..AG 2.Haftbedingungen und Strukturen der Häftlingsgesellschaft in der Gründungsphase.Lichtenburg, Prof. Dr. Stefanie Endlich, Berlin.Groß-Rosen, Prof. Dr. Alfred Konieczny, Wrocław (angefragt).Ravensbrück, Dr. Bernhard Strebel, Hannover.Leitung: Dr. Burkhard Jellonek, Saarbrücken..AG 3.Zwangsarbeit von Häftlingen.Esterwegen, Kurt Buck, Papenburg.Flossenbürg, Jörg Skriebeleit, Flossenbürg.Mittelbau-Dora, Dr. Jens Wagner, Nordhausen.Leitung: Dr. Manfred Grieger, Wolfsburg..AG 4.Darstellung der Gründungsphase in Ausstellungen in Gedenkstätten.Ulm, Dr. Silvester Lechner, Ulm.Grini, Dr. Annette Storeide, Oslo.Bergen-Belsen, Prof. Dr. Herbert Obenaus, Celle.Leitung: Dr. Detlef Garbe, Neuengamme..AG 5.Darstellung der Gründungsphase der KZ in der Bildungsarbeit von Gedenkstätten.Auschwitz, Krystyna Oleksy.Osthofen, Uwe Bader, Worms.Theresienstadt, Dr. Vojtech Blodig, Prag.Leitung: Dr. Matthias Heyl, Fürstenberg..AG 6.Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen – Ausstellungen und Museen..Dr. Horst Seferens, Oranienburg..AG 7.AG der Gedenkstättenbibliotheken.Die Gründungsphase der Konzentrationslager in Häftlingsberichten.Leitung: Dr. Simone Erpel, Berlin..13.00 Uhr Mittagspause..14.00 Uhr Vorstellung der Arbeitsgruppendiskussionen durch die.AG-Moderatoren im Plenum.Leitung: Dr. Astrid Ley, Oranienburg..15.15 Uhr Kaffeepause..15.45 Uhr Vortrag.Die aktuelle geschichtspolitische Debatte und die Perspektiven der Gedenkstätten in Deutschland.N:N:, Vertr. des Kulturausschusses des Deutschen Bundestags (angefragt).Prof. Dr. Volkhard Knigge, Weimar.anschl. Diskussion.Leitung: Prof. Dr. Günter Morsch, Oranienburg..18.00 Uhr Abendessen in der Gedenkstätte (Besucherinformationszentrum)..anschl. Transfer zum Louise-Henrietten-Gymnasium, Oranienburg..19.30 Uhr Szenische Lesung.„Die Frau an seiner Seite - Männerkarrieren, Tatnähe.und ´weibliche` Verstrickungen im Nationalsozialismus“...Samstag, den 29. September 2007..Tagungsort: Veranstaltungsraum der GuMS..8.30 Uhr KZ-Bilder fürs private Foto-Album. Die Fotografien im Album des KZ Kommandanten Karl Koch..Ute Wrocklage, Hamburg.Leitung: Prof. Dr. Stefanie Endlich, Berlin..9.45 Uhr Kaffeepause..10.15 Uhr „Todesmühlen“ – Die Rezeption der Heterogenität in den Konzentrationslagern im Nachkriegsdeutschland.Prof. Dr. Wolfgang Benz, Berlin.Leitung: Prof. Dr. Stefanie Endlich..11.45 Uhr Seminarauswertung, weitere Verabredungen.Leitung: Prof. Dr. Günter Morsch, Ulrike Puvogel, Dr. Christel Trouvé..12.30 Uhr Imbiss.13.30 Uhr Seminarende
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Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen
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