Das JFF findet 2012 zum dritten Mal im Rahmen des Dialogforums Mauthausen statt. Es dient als Plattform für junge WissenschafterInnen und PraktikerInnen aus unterschiedlichen Disziplinen, deren Forschungsinteressen rund um die Themenkomplexe Nationalsozialismus, Konzentrationslager, sowie Erinnerungs- und Gedenkkultur angesiedelt sind. Ferner wird die Vernetzung junger WissenschaftlerInnen und PraktikerInnen untereinander, sowie mit MitarbeiterInnen der KZ Gedenkstätte Mauthausen und anderen PraktikerInnen angestrebt. Intention des Forums ist es auch, Anwendungen von jungen Forschungsvorhaben sowie tiefgreifende Diskussionen als Vorbereitung und Vertiefung des Dialogforums Mauthausen zu ermöglichen und umfassende Reflexionen des Neugestaltungsprozesses anzustreben. Die Struktur und Aufgabenstellung des JFF 2012 wurde im Vergleich zu den Vorjahren verändert: In vier Fokusgruppen werden keine vorbereiteten Vorträge mehr gehört und diskutiert, sondern gemeinsam gefundene Fragestellungen zu den Themen der Fokusgruppen am historischen Ort diskutiert und gemeinsam Fragen an TeilnehmerInnen des Dialogforums (24.-25. April 2012) formuliert. Ziel ist es somit, die Perspektiven der NachwuchswissenschafterInnen und PraktikerInnen eng mit den DiskutantInnen des Dialogforums zu verknüpfen.
Die TeilnehmerInnen werden einander am Vormittag in der gewählten Fokusgruppe kennenlernen, die eigenen Forschungs- und Arbeitsgebiete kurz vorstellen, ein Inputreferat hören und darauf gemeinsame Fragestellungen formulieren. Der Nachmittag wird genutzt, um die gefundenen Fragen am historischen Ort unter der Perspektive des Neugestaltungsprozesses gemeinsam zu diskutieren und abschließend Fragen für das Dialogforum zu erarbeiten, die in den darauf folgenden zwei Tagen an prominenter Stelle eingebracht werden.
Fokusgruppe 1| Die Vermittlung der NS-Verbrechen in der
Migrationsgesellschaft
Können Gedenkstätten und Museen heute adäquate Geschichtsvermittlung bieten? Wie reagieren wir auf eine heterogene Gesellschaft? Welche Anforderungen haben wir an eine Gedenkstätte oder an ein zeitgeschichtliches Museum?
Fokusgruppe 2| Umgang mit authentischen Orten
Der Ort als wichtiges Exponat – wie geht man mit den materiellen Überresten um und welche Herausforderungen stellen sie für den Umgang und die Vermittlung dar?
Fokusgruppe 3| Forschung und Wissenschaft
In wie weit fließen Forschungsergebnisse der letzten Jahre in heutige Ausstellungen ein. Welche neuen Perspektiven stellen sich ein?
Fokusgruppe 4| Zukunft des Gedenkens
Heutige Formen des Gedenkens: Emotion und Wissen - künstlerischer Zugang und kollektive Würdigungsrituale (Gedenkfeiern). Was ist zeitgemäßes Gedenken vor dem Hintergrund neuer Erwartungen?
Das Junge Forschungsforum Mauthausen findet am Montag, 23. April 2012 im Besucherzentrum der KZ-Gedenkstätte Mauthausen statt. Die Anreise ab Wien und Linz wird von den VeranstalterInnen organisiert, ebenso die Beherbergung in Linz. Für alle TeilnehmerInnen sind Doppelzimmer und
Drei-Bett- Zimmer vorgesehen. Den täglichen Transfer von und zum Tagungsort organisiert die Gedenkstätte Mauthausen. Ebenso organisiert sie den Transport (Abfahrt Linz oder Wien), Unterbringung und Verpflegung. Sollte auch Interesse an der Teilnahme am 4. Dialogforum:
„Ort und Gedächtnis – Bedeutung und Entwicklung von Gedenkorten in Österreich“ (24.-25.04.2012, am selben Veranstaltungsort) bestehen, kann die Teilnahme verlängert werden (Bekanntgabe im Vorfeld unbedingt notwendig). Die Teilnahme (und Unterbringung) am 4. Dialogforum ist ebenfalls kostenlos.
EINREICHUNG
Interessierte werden eingeladen, ihre Einreichungen via Bewerbungsbogen und CV bis spätestens 25.03.2011 per E-Mail an junges-forschungsforum@gedenkdienst.at zu übermitteln, bis 30. März erhalten Sie die Zu- oder Absage. Unter dieser Adresse steht das Organisationsteam auch für Rückfragen zur Verfügung. Das Programm wird kontinuierlich aktualisiert unter www.gedenkdienst.at/junges-forschungsforum
Bewerbungsbogen unter www.gedenkdienst.at/junges-forschungsforum