Ágnes: Wir müssen uns öffnen, damit etwas bleibt
Film von Helmuth Bauer und Lea-Rosa Lambeck. 43 min, Farbe. Berlin 2004.
Eine Gruppe von Jugendlichen aus dem Ökumenischen Zentrum und aus der Wilhelm-Leuschner-Oberschule in Berlin-Spandau begleitet an Ostern 2002 Ágnes Bartha an die Orte ihrer Kindheit und Jugend in Ungarn und auf dem Weg, den sie im Herbst 1944 bei ihrer Deportation ins Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück und zur Zwangsarbeit bei Daimler-Benz zurücklegen musste. Die Jüdin Ágnes erzählt den deutschen »Urenkeln« ihre Geschichte und sagt: »Das Wichtigste für uns Überlebende ist, dass sich die Jugend in Deutschland mit unserem Schicksal beschäftigt.«
Die 16-jährige Lea-Rosa Lambeck erzählt den Film.
Ágnes: Es hat sich gelohnt, so lange zu leben
Film von Helmuth Bauer und Astrid Schomäcker. 43 min, Farbe. Berlin 2004.
Deutsche und ungarische Jugendliche begleiten im Herbst 2002 Ágnes Bartha an die Orte, wohin die ungarische Jüdin im Herbst 1944 aus ihrer Heimat deportiert wurde. Im Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück, in der Genshagener Heide bei Ludwigsfelde und auf der Todesmarschstrecke erzählt sie den »Urenkeln« ihre Geschichte von KZ-Haft und Zwangsarbeit für Daimler-Benz. In Ravensbrück feiern sie gemeinsam Schabbat und den 80. Geburtstag von Ágnes. Ein heilender Prozeß für Ágnes und befreiende Begegnungen für beide Seiten.
Die 16-jährige Astrid Schomäcker erzählt den Film.
Beide Filme sind im Jugend-Medien-Projekt des Ökumenischen Zentrums Spandau »Begegnung mit der Vergangenheit–für die Zukunft« entstanden.
Sie thematisieren auf konkrete Weise die Bedeutung von Erinnern und Gedenken sowohl für die Zeitzeugin als auch für die Jugendlichen. Da die Erfahrungs- und Gefühlswelt der Spandauer Schülerinnen beim Umgang mit dieser Thematik in die Entstehung der Filme eingeflossen ist, entfaltet sich eine ganz persönliche Sichtweise, die Anknüpfungspunkt für weiterführende Fragen in der politischen Bildungsarbeit gerade unter Jugendlichen sein kann. Zum 60. Jahrestag der Deportationen aus Budapest im Herbst 2004 wollen wir diese Filme auf Veranstaltungen und, wenn möglich, im Fernsehen präsentieren.
Kontakt: Dr. Helmuth Bauer, Tel. (030) 47530813, helmuth.bauer@web.de