Gedenken nach dem Krieg

Zur Errichtung der ersten-Opfer-des-Faschismus-Denkmäler in Berlin
10/2016Gedenkstättenrundbrief 183, S. 44-50
Anna Georgiev

Für mich als 17-Jährige war es ein überwältigendes Gefühl der Zusammengehörigkeit Gleichgesinnter, die sich zum Buchenwald-Schwur die Hände reichten und ein -unvergesslicher Eindruck: Massen von Menschen, die zum großen Teil noch ihre KZ-Kleidung bzw. Sträflingskleidung mit dem Winkel der Politischen trugen, viele, die sich nach langen Jahren der Isolierung wiedersahen und sich in den Armen lagen. Unter ihnen waren noch viele ausländische Zwangsarbeiter, die ihre selbst genähten Nationalfahnen schwenkten. Überall vernahm man Gespräche in Deutsch, Englisch, Französisch und in anderen Sprachen. So erinnert sich Johanna Mauer an den Gedenktag in der Neuköllner Werner-Seelenbinder-Kampfbahn am 9. September 1945, der als erster Tag der Opfer des Faschismus (OdF) in die Geschichte einging.[1]

Der Fotograf Abraham Pisarek, der aufgrund des Rosenstraßen-Protests die NS-Zeit überlebte, hat den feierlichen Tag festgehalten, an dem in dreißig Demonstrationszüge Hunderttausende Menschen am Seelenbinder-Stadion zusammentrafen, der Opfer gedachten und zugleich kämpferisch in die Zukunft blickten. Im Hintergrund erhob sich das von Hans Scharoun gestaltete Denkmal mit der Inschrift DIE TOTEN MAHNEN DIE LEBENDEN. Es ist eins der frühsten Denkmäler, wenn nicht sogar das Erste, welches in Berlin den Opfern des Faschismus gewidmet wurde. Die Geschichte dieser ersten OdF-Denkmäler Berlins von 1945 bis 1953 erzählt von einem zunächst gesamtgesellschaftlich getragenen Willen zur gemeinsamen Erinnerung, verweist auf die alsbald eingenommene Sonderrolle der Jüdischen Gemeinde und legt schlussendlich die nicht zu überbrückenden Spannungen dar, die zu getrennten Erinnerungskulturen in Ost und West führten.[2]

1945 – Gemeinsames Gedenken

Im Rahmen einer Recherche zu den Gedenkorten Treptow-Köpenicks, die auf einen Beschluss der Bezirksverordnetenversammlung aus dem Jahr 2010 zurückgeht, legte ich dar, wie sich bereits einige Monate nach Ende des Krieges eine Gedenkkultur in Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus formierte, die sich auch in der Einweihung von neuen Denkmälern äußerte. Ausgangspunkt meiner Recherchen war das älteste noch original vorhandene OdF-Denkmal am heutigen Albineaplatz in Johannisthal. Nicht nur – wie oben geschildert – in der Werner-Seelenbinder-Kampfbahn, sondern auch andernorts in Berlin kam es im September 1945 zu ersten offiziellen Gedenkveranstaltungen mit Denkmalseinweihungen, die dem Duktus des Hauptausschusses OdF folgten. Am 3. August 1945 wandte sich der Mitbegründer des Berliner Ausschusses sowie Stadtrat für Sozialwesen Ottomar Geschke an den Oberbürgermeister Arthur Werner mit dem Ziel, einen alljährlichen Gedenktag einzurichten: »Der Hauptausschuss ›Opfer des Faschismus‹ empfiehlt, in dieser Zeit Gedenkfeiern für unsere toten Helden zu veranstalten. […] Es soll der unumstößliche Wille der überlebenden Antifaschisten zum verantwortlichen Einsatz ihrer Kräfte für Demokratie und Völkerverständigung zum Ausdruck kommen. Das ist das Vermächtnis unserer toten Helden.«[3]

Infolge dieses Schreibens rief der Berliner Magistrat am 9. September 1945 erstmals den »Tag der Opfer des Faschismus« aus. Parteien, die Jüdische Gemeinde, Kirchen und Gewerkschaften unterstützen das Anliegen. Am 15. September 1945 (andere Quellen nennen den 26. September 1945) wurde auf dem Süßen Grund in Adlershof ein durch den Kunstschmiedemeister Fritz Kühn gestaltetes Denkmal für die Opfer des Faschismus enthüllt. Wie bei der Gedenkveranstaltung in der Werner-Seelenbinder-Kampfbahn stimmten die Teilnehmenden hier das Arbeiterkampflied »Brüder zur Sonne, zur Freiheit« an. Auch in Johannisthal wurde im September 1945, ebenfalls durch Ottomar Geschke, ein Denkmal für die Opfer des Faschismus eingeweiht. Als Ort wurde der Kaiser-Wilhelm-Platz gewählt, den einst ein am 3. Juli 1895 eingeweihtes Denkmal krönte. Damals hatte zum feierlichen Programm gehört, dass zwölf weiß gekleidete Jungfrauen mit Kornblumen-Diademen und Schärpen die Lieblingsblumen des Kaisers um das Denkmal streuten.[4] 1945 versuchte man jegliche Huldigung an den einstigen Kaiser zu unterbinden, sogar die Straßenschilder wurden mit dem Namen Sterndamm überklebt. Auch die Jüdische Gemeinde setzte in Erinnerung an die Opfer des Faschismus einen Gedenkstein auf dem Jüdischen Friedhof Weißensee. Fotografien des schon erwähnten Abraham Pisarek zeigen Erich Nelhans, den Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde, Dr. Löwenstein und am Rednerpult den Shoa-Überlebenden Julius Meyer. Über Julius Meyer lässt sich die Entstehung des Denkmals für die Opfer des Faschismus in Weißensee dem OdF-Diskurs zu ordnen. Auf Vorschlag der Jüdischen Gemeinde wurde er durch Ottomar Geschke beauftragt, eine Abteilung »Opfer der Nürnberger Gesetzgebung« (OdNG) im Hauptausschuss der OdF zu gründen, die er vom 1. Oktober 1945 bis Ende 1949 leitete.[5]

Getrennte Erinnerung

Die Geschichte der ersten OdF-Denkmäler Berlins endet jedoch nicht in dem Jahr nach Kriegsende, sondern kann bis in die 1950er-Jahre weiterverfolgt werden. Obwohl sich bereits 1945 erste Konflikte in der Auseinandersetzung um die Erinnerungskultur zeigten – insbesondere um die Begriffe »Opfer des Faschismus« und »Kämpfer gegen den Faschismus«, die zu unterschiedlichen Sozialleistungen führten,[6] so lässt sich hier dennoch von einer Phase des intendierten gemeinsamen Erinnerns und Mahnens sprechen. Auch die Vereinigung der Verfolgten des Nazi-Regimes (VVN) trat in ganz Deutschland verstärkt als Initiatorin von Gedenkveranstaltungen und einer Vielzahl von Denkmalsaufstellungen auf den Plan. Im Februar 1947 fand die Gründungsversammlung der VVN für die gesamte Sowjetische Besatzungszone in Berlin statt, organisatorisch und personell war sie eng mit den OdF-Ausschüssen verwoben.[7] Im selben Jahr gehörte sie zu den Trägern des OdF-Tags in Berlin.

1948, im Jahr der Berlin-Blockade, beteiligte sich der Magistrat im Westen Berlins nicht mehr an der Veranstaltung und richtete stattdessen eine Gedenkfeier in Plötzensee aus. Der VVN rief nichtsdestotrotz mit der Unterstützung von Ost-CDU und LDPD, Kulturbund, FDGB, FDJ, SED, religiösen Gemeinden und der sowjetischen Militäradministration zur Erinnerungsveranstaltung im Lustgarten auf. In der britischen und amerikanischen Besatzungszone wurden Gedenkveranstaltungen zum OdF-Tag hingegen verboten. Mit den beiden Staatsgründungen trennte sich 1949 das Gedenken schlussendlich. Westberlin gedachte in Plötzensee, der Osten der Stadt hielt an der Veranstaltung im Lustgarten fest.[8]

Westberlin

In Abgrenzung zur VVN gründete sich 1950 der Bund der Verfolgten des Naziregimes (BVN). Dieser zeigte sich verantwortlich für das gemeinhin als erstes geltende Denkmal für NS-Opfer am Charlottenburger Steinplatz von 1953, das bis heute zu besichtigen ist. Das Mahnmal ist als Reaktion auf ein 1951 aufgestelltes Denkmal für die Opfer des Stalinismus zu verstehen. In ästhetisch ähnlicher Formensprache widmete der BVN ein Denkmal »Den Opfern des Nationalsozialismus«, so die Inschrift unter einem Winkel mit den Buchstaben KZ. Eine vermutlich entwendete Erläuterungstafel hielt fest, dass das Mahnmal »aus Steinen der durch Rassenwahn verwüsteten Synagoge Fasanenstraße« gebildet wurde, die sich bis zur Sprengung 1958 als Ruine ins Stadtbild fügte. Ohne Text verschiebt sich der Sinngehalt des Denkmals dahin gehend, dass nun den Opfern von KZ im Allgemeinen, weniger Juden und Jüdinnen im Besonderen, gedacht wird.[9]

Ein weiteres OdF-Denkmal aus rotem Sandstein mit Feuerschale »Zu Ehren der Opfer des Faschismus in aller Welt« befindet sich bis heute im Wedding. Wie historische Aufnahmen zeigen, stand es schon vor der Errichtung des Denkmals am Steinplatz von 1953. Die Kino-Wochenschau der DDR »Der Augenzeuge« hielt 1951 unter dem Titel »Internationaler Gedenktag für die Opfer des Faschismus« neben Aufnahmen aus Buchenwald, Ravensbrück, vom Treptower Ehrenmal und der Massenkundgebung am August-Bebel-Platz auch eine Sequenz vom Weddinger Friedhof Seestraße fest. Sie zeigt eine Totale auf die Gedenkstätte und die versammelten Teilnehmer, die ehrfurchtsvoll ihre Fahnen halten. Im Hintergrund ist das bis heute vorhandene OdF-Denkmal zu sehen. In Anwesenheit und auf Anweisung von Bezirksbürgermeister Walter Röber erfolgte damals die Auflösung der Gedenkfeier durch die Polizei und die Verhaftung des VVN-Redners Eugen Beetzer.[10]

Die zwei Episoden zu den Westberliner OdF-Denkmälern illustrieren, wie in den 1950er-Jahren versucht wurde, trotz Reglementierung von staatlicher Seite, die Tradition des OdF-Gedenkens in Westdeutschland aufrechtzuerhalten. Der gesamtdeutsche Rat der VVN sowie einige Landesvereinigungen wurden 1951 verboten. Ein Prozess wegen Verfassungswidrigkeit konnte 1962 aufgrund der NS-Vergangenheit des Senatspräsidenten des Bundesverwaltungsgerichts nicht durchgeführt werden. Nichtsdestotrotz spielte der OdF-Tag in Westdeutschland keine entscheidende Rolle mehr.[11]

Ostberlin

Wenige Monate vor der Gründung der DDR am 7. Oktober 1949 – dem späteren Tag der Republik – fanden die ersten öffentlichen Prozesse gegen OdF-Denkmalschänder in Ost-Berlin statt. Nachdem das Johannisthaler Denkmal 1949 bereits zum dritten Mal geschändet wurde, machte das Schnellschöffengericht unter reger Publikumsbeteiligung im Kino »Astra« am heutigen Sterndamm und den »Kapitol-Lichtspielen« in Adlershof den Denkmalsschändern den Prozess. Das Strafmaß in Bezug auf das Johannisthaler Denkmal betrug anderthalb Jahren Gefängnis sowie Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte, das für das Adlershofer drei Jahre Gefängnis und drei Jahre Ehrverlust nach dem Denkmalschädigungsparagrafen von 1877. Die Berliner Zeitung hielt dazu am 4. Juni 1949 fest:

»Gerade Schändungen von OdF-Denkmälern, die allen unschuldigen Opfern des Hitlerkrieges, ohne Ansehen der Partei, der Religion und Staatsangehörigkeit, gewidmet sind, müssen umso schärfer geahndet werden, da die gesamte Welt auf die Entwicklung der fortschrittlichen demokratischen Kräfte in Deutschland blickt.«[12]

Die Prozesse lassen bereits die besondere Rolle erahnen, die dem OdF-Gedenken in der DDR zukommen sollte. 1950 vertiefte sich die Spaltung mit der Jüdischen Gemeinde. Am Sonntag, den 10. September 1950, riefen das Groß-Berliner Komitee der Kämpfer für den Frieden und der Demokratische Block Groß-Berlin zum Gedenktag der Opfer des Faschismus auf, um mit den Widerstandskämpfern am Lustgarten gegen den Faschismus und für den Frieden zu demonstrieren.[13] Weiterhin veranstalteten die -Fédération Internationale des Anciens Prisonniers Politiques (FIAPP) und der Rat der VVN deutschlandweit internationale Gedenk- und Friedenskundgebungen, an der hochrangige Politiker wie Friedrich Ebert, der Oberbürgermeister von Ost-Berlin teilnahmen.[14]

Fotografien Pisareks vom 10. September 1950 zeigen eine Gedenkfeier auf dem Friedhof Berlin-Weißensee anlässlich der Kundgebung von FIAPP und VVN – so die Notation im Archiv der Fotothek. Als Redner trat Julius Meyer in seiner Funktion als Präsident des Verbandes der Jüdischen Gemeinden in der DDR auf. Auf den Fotografien ist nicht nur eine Fahne der VVN zu erkennen, sondern auch der am 23. April 1950 neu gesetzte Gedenkstein, der den ursprünglichen Gedenkstein von 1945 ersetzte: Leicht schräg auf dem Boden liegend fand sich hinter diesem ein aufrechter Winkel, über dem sich die Buchstaben KZ mahnend erhoben.[15] Heinz Galinski, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Berlins, der noch 1948 als stellvertretender Vorsitzender der VVN die Gedenkveranstaltung im Lustgarten eröffnete, hielt im September 1950 fest, dass die Jüdische Gemeinde ihre Feierstunde bewusst in die Synagogen verlegt habe, um eine politische Instrumentalisierung der jüdischen Toten auf anderen OdF-Kundgebungen zu verhindern.[16]

Im Februar 1953 wurde die VVN durch die SED aufgelöst, offiziell aufgrund einer Kritik an ihren jüdischen Mitgliedern und sicherlich auch als Reaktion auf die zum Teil kritische Positionierung der Vereinigung gegenüber der SED-Führung.[17] Bis März 1953 verließen über 550 Juden und Jüdinnen, darunter Repräsentanten der jüdischen Gemeinde wie Julius Meyer die DDR.[18] Im selben Jahr am 11. Oktober 1953 wurde der Gedenkstein auf dem Friedhof Weißensee durch einen aufrecht stehenden Stein mit angepasster Inschrift ersetzt, der bis heute auf dem Friedhofsgelände zu finden ist. Das nach der Auflösung der VVN gegründete Komitee der antifaschistischen Widerstandskämpfer führte den OdF-Tag in der DDR fort.[19]

Opfer und Kämpfer heute

Bis heute erinnert in Berlin eine Vielzahl an Gedenktafeln an das Engagement gegen die nationalsozialistische Verfolgung. Die Kommission zum Umgang mit den politischen Denkmälern der Nachkriegszeit im ehemaligen Ostberlin stellte dar, dass die Gedenkorte für Widerstandskämpfer im Osten insbesondere die damaligen politischen Interessenlagen widerspiegelten und männliche KPD-Angehörige besonders stark vertreten waren. Dies war sicherlich als Aufruf zu verstehen, die historische Gedenkpraxis zu diversifizieren und an die Bandbreite des Widerstands – sei er nun christlich, jüdisch, sozialdemokratisch, von Schwulen und Lesben oder anderen getragen – auch im Ostteil der Stadt zu erinnern.

Seit der Wende sind in den östlichen Bezirken eine Reihe von Gedenktafeln für Widerstandskämpferinnen und -kämpfer aufgrund von Neubauten oder aus politischen Gründen entfernt worden, andere wurden aktualisiert, ohne dabei zwingend das Element des Widerstands aufzugreifen. Exemplarisch hierfür steht die Gedenktafel für Werner Seelenbinder, deren einstige Inschrift »Dem mutigen Kämpfer gegen Faschismus, Imperialismus und Krieg / Werner Seelenbinder / zum Gedenken« ohne Bezugnahme auf seine aktive Widerstandstätigkeit ersetzt wurde durch »Zum Gedenken an Werner Seelenbinder / 1904–1944 / Opfer des NS-Regimes«. Nur wenige Gedenktafeln für Widerstandskämpferinnen und -kämpfer wurden – zumindest im Bezirk Treptow-Köpenick – neu errichtet, dazu zählen die Tafeln für die Pfarrerfamilie Ratsch, den SPD-Abgeordneten Otto Wels und die Résistance-Kämpferin Dora Schaul.

Im Gegenzug erfolgte in Bezug auf das Andenken an die Opfer des Nationalsozialismus eine stetige Aktualisierung des Gedenkens von unten, insbesondere – aber nicht ausschließlich – getragen durch die Stolperstein-Initiative des Künstlers Gunter Demnig. Diese setzt gezielt auf die Einbindung von lokalen Gemeinschaften, oftmals auch unter Einbeziehung der jüngeren Generationen und entwickelte sich so zum größten dezentralen Mahnmal weltweit. In Bezug auf das Gedenken an Widerständige (oder in anderer Nuancierung an Gerechte unter den Völkern nach der Definition der Gedenkstätte Yad Vashem) ließe sich eine solche, Verbundenheit symbolisierende, dezentrale Erinnerung unter Involvierung der Bevölkerung, die Handlungsmacht – auch und gerne aus Minderheitenpositionen – vermittelt, noch stärker verfolgen. Solche Erinnerungsorte könnten einmal mehr zum Einstehen für Ideale wie Gerechtigkeit, Nächstenliebe und Toleranz ermutigen und wie die Denkmäler für die Opfer des Faschismus ein Zeichen setzen gegen das Vergessen.

 

[1] Johanna Mauer, Heinz Mauer: »Es war ein überwältigendes Gefühl. Johanna Ehrlich und Heinz Mauer waren als Jugendliche beim ersten OdF-Tag dabei«. In: Berliner VVN-BdA: Unser Blatt. Ausgabe 60, September 2015, S. 3.

[2] Siehe zur Geschichte des Gedenktages auch: Hans Coppi, Nicole Warmbold: Der Zweite Sonntag im September. Zur Geschichte des ersten Gedenktages für die Opfer des Faschismus. GedenkstättenRundbrief 131, März 2006, S. 12–19.

[3] Brief von Ottomar Geschke an den Berliner Oberbürgermeister vom 3. August 1945, Landesarchiv Berlin (LAB), C Rep. 118-01, 39031, Bl. 12.

[4] Et: Die Enthüllungsfeier des Kaiser-Wilhelm-I.-Denkmals in Johannisthal. Teltower Kreisblatt, 3. 7. 1895. Nachdruck in: Alexander Kauther: Das Denkmal Wilhelm I. König von Preußen und Deutscher Kaiser in Berlin Johannisthal (von 1895 bis 1942). Freundeskreis Heimatgeschichte Treptow, 2015, S. 31f.

[5] Anna Georgiev: Die ersten OdF-Denkmäler Berlins. In: Aktives Museum (Hrsg.): Mitgliederrundbrief 75, 2016, S. 14–20.

[6] Mario Keßler: Die SED und die Juden – zwischen Repression und Toleranz: Politische Entwicklungen bis 1967. Walter de Gruyter, 1996, S. 38.

[7] Ulrich Schneider: Was wollte und was tat die Gründungsgeneration der VVN? (Rede des Generalsekretärs der FIR und Bundessprecher der VVN – BdA). 19. 3. 2012.

[8] Hans Coppi, Nicole Warmbold: Der zweite Sonntag im September – Zur Geschichte des OdF Tags. Ausstellung VVN-BdA, Rosa-Luxemburg-Stiftung 2005. Martin Schönfeld: Gedenktafeln in West-Berlin. Aktives Museum (Band 6), 1993, S. 18ff.

[9] Als das (z.T. vermutlich) früheste Denkmal wird der Gedenkstein am Steinplatz in folgenden Publikationen bezeichnet: Stefanie Endlich: Wege zur Erinnerung. Gedenkstätten und -orte für die Opfer des Nationalsozialismus in Berlin und Brandenburg. Metropol, 2006, S. 59. O.A.: »Opfer des Nationalsozialismus«. In: Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Verein Aktives Museum (Hrsg.): Gedenktafeln in Berlin. URL: www.gedenktafeln-in-berlin.de. Stefanie Endlich et al.: Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation II. Bundeszentrale für politische Bildung, 2000, S. 40. Zum Abgleich: Die Gedenkstätte Plötzensee wurde offiziell durch Ernst Reuther am 14. 9. 1952 eingeweiht. Martin Schönfeld: Gedenktafeln in West-Berlin. Aktives Museum (Band 6), 1993, S. 18.

[10] Der Augenzeuge 1951/38. URL: www.defa.de/DesktopDefault.aspx?TabID=412&FilmID=Q6UJ9A0047CJ. Abdruck in: Hans Coppi, Nicole Warmbold: Der zweite Sonntag im September – Zur Geschichte des OdF Tags. Ausstellung VVN-BdA, Berlin 2005, S. 7.

[11] O.A.: Der zweite Sonntag im September – Zur Geschichte des OdF-Tags. Ausstellung VVN-BdA, Rosa-Luxemburg-Stiftung 2005. Zu Gedenktafeln der VVN für Widerstandskämpfer in Ost und West Berlin siehe: Martin Schönfeld: Gedenktafeln in Ost-Berlin. Aktives Museum, 1991, S. 16f.

[12] Denkmalpflegekartei vor 1989, Museum Treptow-Köpenick. Vgl. Livia Wittmann: Wiederkunft. Spurensuche: Berlin-Adlershof. Metropol, 2005, S. 216ff.

[13] O.A.: Der Aufmarschplan. Neues Deutschland, 10. 9. 1950.

[14] ADN: Die Menschen des Friedens werden siegen. Neues Deutschland, 8. 9. 1950. Zu den Teilnehmenden siehe Fotografien Abraham Pisareks im Archiv der Deutschen Fotothek, für Ebert, Datensatz 88931309.

[15] Abraham Pisarek: Jüdische Gedenkfeier auf dem Jüdischen Friedhof in Berlin-Weißensee anlässlich der internationalen Friedenskundgebung der FIAPP und der VVN. O.V., September 1950. Neue Zeit, 25. 4. 1950, S. 3. Laut: O.A.: »Opfer des Nationalsozialismus« (Herbert-Baum-Straße), in: Gedenkstätte Deutscher Widerstand/Aktives Museum e.V. (Hrsg.): Gedenktafeln in Berlin. URL: www.gedenktafeln-in-berlin.de.

[16] Julius Meyer widmete sich ab Januar 1950 ausschließlich dem Landesverband der Jüdischen Gemeinden, nachdem er Ende 1949 aus dem Magistrat ausschied. Soweit nicht anders vermerkt: Andreas Weigelt, Hermann Simon: Zwischen Bleiben und Gehen: Juden in Ostdeutschland 1945 bis 1956, zehn Biographien. Text Verlag Edition Berlin, 2008, S. 79, 81.

[17] Vgl. O.A.: Der zweite Sonntag im September – Zur Geschichte des OdF Tags. Ausstellung VVN-BdA, Rosa-Luxemburg-Stiftung 2005.

[18] Keith Richard Allen: »Der Fall Julius Meyer«. In: Ders.: Befragung, Überprüfung, Kontrolle: die Aufnahme von DDR-Flüchtlingen in West-Berlin bis 1961. Ch. Links, 2013, S. 86–90.

[19] Elke Reuter, Detlef Hansel: Das kurze Leben der VVN von 1947 bis 1953. Edition Ost, 1997, S. 470, 520ff.