Am 24. Januar 2006 fand die Abschlusssitzung des Preisgerichts für den international ausgelobten, anonymen, zweiphasigen Wettbewerb »Topographie des Terrors« statt. Den ersten Preis gewann der Entwurf des Berliner Architektenbüros Heinle, Wischer und Partner: die Architektin Ursula Wilms mit dem Landschaftsarchitekten Heinz W. Hallmann (Aachen). »Form und Situierung des Gebäudes für das Dokumentationszentrum« – so die Arbeitsgemeinschaft – »stellen sich in einen Dialog zum benachbarten Martin-Gropius-Bau, bewahren aber auf dem Gelände selbst durch den quadratischen, eingeschossigen Kubus eine eindeutige Neutralität zum geschichtlichen Geschehen an diesem Ort.« Der Geschäftsführende Direktor der Stiftung Topographie des Terrors, Dr. Andreas Nachama, ist erleichtert, daß ein Entwurf gekürt wurde, der in seiner »eingeschossigen Bauweise sich nicht über das Gelände erhebt, zugleich aber mit seiner hellen Metallgeflechtfassade eine dem »Lernort angemessene Würde ausstrahlt«. Ziel des Wettbewerbs war es, von den Arbeitsgemeinschaften aus Architekten und Landschaftsarchitekten eine Gesamtkonzeption für die Gestaltung des Geländes und des neuen Dokumentationszentrums zu erhalten, die der nationalen und internationalen Bedeutung des historischen Ortes mit seinen materiellen Spuren gerecht wird. Auf dem Gelände der »Topographie des Terrors« befanden sich von 1933–1945 die Zentralen des nationalsozialistischen SS- und Polizeistaats – die gefürchtetsten Terrorinstitutionen des »Dritten Reiches«. Der zweite Preis ging an den Architekten Ramsi Kusus und den Landschaftsarchitekten Frank Kiessling (beide Berlin). Außerdem wurden zwei vierte Preise vergeben und über vier Ankäufe entschieden. Dem Preisgericht gehörten sieben Sachpreisrichter, darunter 5 Architekten und 2 Landschaftsarchitekten, sowie als Fachpreisrichter Vertreter der Bundesregierung (Auslober des Wettbewerbs), des Landes Berlin und der Stiftung Topographie des Terrors an.
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