Der »Graue Bus« und die Pläne für den Gedenkort »T4«

06/2008Gedenkstättenrundbrief 143, S. 25
Stefanie Endlich

Noch bis Ende des Jahres 2008 wird der von Horst Hoheisel und Andreas Knitz gestaltete »Graue Bus« vor der Berliner Philharmonie stehen, um den Ort der einstigen »Euthanasie«-Planungszentrale »T 4« – so benannt nach der Adresse Tiergartenstraße 4 – stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu bringen (siehe GedenkstättenRundbriefe Nr. 142, 5/2008 und 137, 6/2007).

Die Weichen für die nächsten Etappen sind nun gestellt. Am 11. Juli wird hier zunächst vom Land Berlin eine Informationstafel aufgestellt. Erarbeitet wurde sie im Rahmen des »Runden Tisches«, der sich 2007 unter dem Dach der Stiftung Topographie des Terrors zusammengefunden hat. Ein Kunstwettbewerb für die Neugestaltung des Gedenk-Ortes soll noch in diesem Jahr ausgeschrieben werden. Als nächste Station des »Grauen Busses« könnte im Januar 2009 die »Euthanasie«-Gedenkstätte in Brandenburg an der Havel in Frage kommen. Um ihn dorthin zu holen, hat sich die Initiative »Graue-Busse-Denkmal in Brandenburg« gebildet. 
 

Prof. Dr. Stefanie Endlich war Vorsitzende der Jury in Ravensburg, die das Kunstwerk der »Grauen Busse« ausgewählt hat. Sie hat an der Entwicklung von Gedenkstätten in vielfältiger Weise als Autorin, Gremienmitglied und Beraterin mitgewirkt und dazu publiziert.