Datenbankprojekt in der Gedenkstätte Buchenwald zur Geschichte des Konzentrationslagers Buchenwald 1937-1945

02/1999Gedenkstättenrundbrief 87, S. 29-36
Harry Stein und Jens Vehlhaber

1994 wurde in der Gedenkstätte Buchenwald damit begonnen, die biographischen Angaben über die Opfer des Konzentrationslagers in digitaler Form aufzuarbeiten. Die Eingabe der Daten erfolgt seitdem vorwiegend im Rahmen von Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen. Gegenwärtig stehen zwei Projekte im Mittelpunkt der Arbeit: zum einen das Gedenkbuch der Opfer des KZ Buchenwald, zum anderen die Erstellung eines digitalen Bildkatalogs der auf etwa 7000 Fundstücke angewachsenen archäologischen Sammlung. Langfristig wird die Arbeit am Gedenkbuch die Basis für ein digitales biographisches Archiv des KZ Buchenwald bilden.

Das Grundprinzip der Datenaufnahme ist, Quellen originalgetreu und entsprechend der spezifischen Quellenstruktur in separate Datenbanken zu transkribieren und damit über den Rahmen der konkreten Projekte hinaus die Gewähr für eine weiterführende Auswertung im Kontext zukünftiger Forschungs- und Dokumentationsprojekte zu bieten.

1. Gedenkbuch der Opfer des KZ Buchenwald

In den Lagerunterlagen des KZ Buchenwald wurden bis Ende März 1945 offiziell 33462 Tote registriert. 913 Häftlinge starben zwischen dem 1. und 10. April 1945, so daß die Gesamtzahl der in Unterlagen noch festzustellenden Opfer 34375 beträgt. Von den etwa 27000 weiblichen Häftlingen kamen 335 um. Außerdem erschoß die SS etwa 8000 sowjetische Kriegsgefangene und erhängte im Krematorium etwa 1100 Menschen, deren Namen unbekannt blieben. Mit den während der Todestransporte aus Lagern des Ostens eingelieferten anonymen Toten und den Evakuierungsmärschen im April 1945, bei denen schätzungsweise 12000 Menschen starben, ergibt sich eine Gesamtzahl der Toten des Konzentrationslagers Buchenwald von etwa 56000.

Die gegenwärtige Arbeit konzentriert sich auf die Fertigstellung des Gedenkbuches (Männer) und die Ermittlung möglichst vieler Namen von Opfern der etwa 60 Evakuierungsmärsche, die im April 1945 vom Hauptlager oder von Außenlagern auf Transport waren. Während letzteres zum Gegenstand eines zweijährigen Forschungsprojektes wurde, dessen Finanzierung die Firma Hoechst fördert, stützt sich die Arbeit am Hauptteil des Gedenkbuches im wesentlichen auf die vergleichende Auswertung von vier grundlegenden Quellen verschiedener Provenienz, die in unterschiedlicher Qualität und Vollständigkeit Namen von Opfern des Lagers enthalten. Diese Quellen sind:

Sterbezweitbücher

Bis 1939 erfolgte ein Eintrag der Toten des Lagers im Sterberegister der Stadt Weimar. Am 1. April 1939 wurde das Sonderstandesamt »Weimar II« im Lager eröffnet, wo ein städtischer Standesbeamter die Sterberegister führte. Die von diesem Sonderstandesamt erstellten Sterbezweitbücher, d.h. beglaubigte Abschriften der im Lagerstandesamt angefertigten Todesurkunden in Kladden, sind jährlich an das Standesamt Weimar abgegeben worden. Seitens des Lagers erfolgte keine Abgabe des Jahrgangs 1945, der deshalb vollständig verloren ist. Durch Auslagerung der Personenstandsakten des Standesamts Weimar-Stadt zu Kriegsende wurden die dort abgelegten Sterbezweitbücher vor der Vernichtung bewahrt, so daß die Jahrgangskladden 1939 bis 1944 vollständig überliefert sind. Von diesen Kladden liegt eine Abschrift aus den Jahren 1946/47 vor, die ausschließlich Tote nichtdeutscher Herkunft enthält. Diese Abschrift ist in der Datei »Todesliste Buchenwald« bereits vollständig digitalisiert.

Bisherige vergleichende Recherchen haben ergeben, daß Todesfälle im Konzentrationslager Buchenwald in den Zweitbüchern nur bis Herbst 1941 annähernd lückenlos verzeichnet sind. Mit den Massenexekutionen sowjetischer Kriegsgefangener wurde ab September 1941 erstmals eine ganze Gruppe von Häftlingen von der Registrierung im Sterbezweitbuch ausgenommen. Auch Todesfälle unter den im Lager befindlichen sowjetischen Kriegsgefangenen wurden von Oktober 1941 bis mindestens März 1942 nicht im Sterbezweitbuch verzeichnet (hierzu gibt es 1942 unvollständige Nachträge auf der Basis von Meldungen der Wehrmachtsauskunftsstelle).

Ab 1943, offensichtlich im Kontext einer allgemeinen Reduzierung des formellen Meldewesens für Todesfälle im Lager (Rundschreiben Amt D III Nr. 139, 26. 7. 1943), bricht der Eintrag von Polen und Russen in das Sterbezweitbuch ab. 1944 wurden ungarische Juden dort nur von Mai bis etwa Oktober d. J. eingetragen. Das heißt, daß im Sterbezweitbuch für die Jahre 1943/44 die größten Opfergruppen des Lagers nur noch teilweise oder gar nicht mehr erfaßt worden sind. Somit ist die Einbeziehung weiterer, ebenfalls nur fragmentarisch überlieferter Quellen unverzichtbar geworden.

Veränderungsmeldungen

Die täglichen Veränderungsmeldungen enthalten Name, Vorname, Häftlingsgruppe, Häftlingsnummer, Sterbedatum, Sterbeort der im Lager gestorbenen Häftlinge, mit Ausnahme der meisten Exekutionen.1

Sie liegen für die Anfangsjahre sowie für 1944/45 annähernd vollständig vor. Damit ist für die Jahre 1944/45 auch die Erforschung der Namen von Polen, Russen und Juden möglich, die im Sterbezweitbuch nicht erwähnt werden. Für 1943 fehlt die entsprechende Überlieferung. Sie befindet sich im Archiv des ITS Arolsen.

Sterbebücher des Krankenbaus

Im Häftlingskrankenbau und in größeren Außenlagern wurden Todesdatum, Todesstunde, Todesursache und Todesort handschriftlich in Büchern eingetragen, die teilweise überliefert sind.2 In verschiedener Hinsicht, besonders aber in bezug auf die Umstände des Todes, stellen sie eine Ergänzung der bereits genannten Quellen dar. Allerdings fehlt auch hier das Jahr 1943.

Nummernkartei der Schreibstube

Diese besteht aus etwa 139400 Karteikarten (DIN A 6), die Angaben zu etwa 210000 Personen bezüglich Namen, Vornamen, Geburtsdaten, Geburtsorten, Häftlingsgruppen, Einlieferungs-, Entlassungs- und Sterbedaten enthalten.3 Trotz teilweise erheblicher Lücken ist sie die umfassendste Quelle, die derzeit für die Ermittlung von Personalien zur Verfügung steht und damit das Fundament für alle weiteren Forschungen über die Häftlinge des Lagers.

Bei der Erfassung dieser Quelle haben wir uns für eine kombinierte Datenerfassung – einerseits bestehend aus der fotorealistischen Abbildung, andererseits aus der textlichen Erschließung – entschieden. So wurde die Komplexität des historischen Originaldokumentes mit seinen handschriftlichen Randbemerkungen und Zeichen, unterschiedlichen Stempeln sowie Abkürzungen für spezielle Ereignisse bei der Nutzung bewahrt.

Bei der Erfassung werden die Bilder in zwei unterschiedlichen Qualitätsstufen archiviert. Die hohe Auflösungsqualität mit 200dpi bei 256 Graustufen im Grafikdateiformat TIF dient dabei der Langzeitarchivierung. Für die Arbeitskopie werden die Bilddateien auf die Größe von maximal 600x600 Bildpunkten verkleinert. Durch den zusätzlichen Einsatz eines sogenannten verlustbehafteten Kompressionsalgorithmus im JPEG-Standard erreicht man eine durchschnittliche Dateigröße von 50KByte für eine Nummernkarte. Das entspricht einer kalkulierten Gesamtmenge von circa 6,97 GByte oder elf CD-ROM für den Bildteil der Datenbank.

Die auf den Nummernkarten enthaltenen Informationen werden parallel zur optischen Erfassung von Hand in eine Datenbank eingetragen, die den Zugriff auf die Bilddateien realisiert. Das heißt, in der Erfassungsmaske gibt es neben den personenbezogenen Angaben ein Eingabefeld mit dem Dateinamen der Bilddatei und einem Schalter zur Anzeige derselben. Um beim Arbeiten mit dem Bestand nicht ständig zwischen elf CD-ROM wechseln zu müssen, erfolgt das Ablegen der Datenträger in einer netzwerkweit erreichbaren Jukebox mit einem Fassungsvermögen von 100 CD-ROM. Ein weiterer Ausbau des Datenbestandes ist damit jederzeit möglich.

Gegenwärtig (Januar 1999) sind bereits 80000 Häftlingsnummernkarten erfaßt. Da in Buchenwald die Häftlingsnummern bis zur Nummer 20000 mehrfach vergeben wurden, existieren bis zu vier Karteikarten zu einer Häftlingsnummer. Jede Nummernkarte wird in einer eigenen Bilddatei gespeichert. Als Dateiname wird die Häftlingsnummer verwendet. Vor- und Rückseiten sowie weitere Karten der gleichen Nummer werden durch Buchstaben unterschieden. Die im Beispiel gezeigte Nummernkarte hat den Dateinamen: 10024A.TIF. Zum besseren Auffinden werden je 100 Nummern zu einem Unterverzeichnis zusammengefaßt. Zwischen vier und zwölf Nummernverzeichnisse passen auf eine CD-ROM in hoher Auflösungsqualität.

Das Datenbankprogramm ist eine Eigenentwicklung der Gedenkstätte Buchenwald. Es wurde vollständig in der Programmiersprache PASCAL unter Verwendung des objektorientierten Entwicklungssystems Borland Delphi 3.0 programmiert. Dabei standen Eigenschaften wie einfache Bedienbarkeit, Kompatibilität zu etablierten Datenbanksystemen und eine hohe Datensicherheit im Vordergrund. Neben Abfragemöglichkeiten wie Filter, Index- und Volltextsuche akzeptiert das Programm auch die dBASE-Abfragesprache für komplexe Statistiken und Auswertungen. Abfragetextdateien enthalten vorformulierte Abfragen, z.B. über eine Häftlingskategorie in allen möglichen Formen und Abkürzungen. Diese stehen für Recherchen im Datenbestand zur Verfügung. Dadurch können in der Datenbank die unterschiedlichen Originalschreibweisen zu einem Sachverhalt verwendet werden, ohne dadurch eine Auswertung der Datenbestände unter statistischen Gesichtspunkten unmöglich zu machen. Alle Daten können in Tabellenform und in Formularansicht bearbeitet und ausgedruckt werden. Die Technologie baut auf dem Apollo 4 System der Firma Luxent auf. So ist das 32-Bit-Programm inklusive aller Komponenten nur 2 MB groß. Die Datenbankstruktur ist dBASE-kompatibel, verwendet aber die Windows-Zeichensätze und Codetabellen.

Bei der Verwendung von Feldtypen wurde eine Ausnahme gemacht. So sind Datumswerte generell nicht in dBASE-Datumsfelder eingetragen. Typisierte Zeichenfelder erfüllen hier den Zweck, da in einigen Nummernkarten die Datumsangaben fehlen oder nur noch fragmentarisch überliefert sind. Fehlende Tages-, Monats- und Jahresangaben werden mit Leerzeichen belegt. Gültigkeitsprüfung, Formatierung und Sortierung übernimmt das Programm selbständig. Das Ergebnis bei Such- und Sortieroperationen entspricht der Arbeit mit Datumsfeldern, ohne hierbei deren Beschränkung auf Eingabe vollständiger Datumswerte hinnehmen zu müssen.

Feldname          Feldtyp           Länge

HAFT_NR           Numerisch         6

NAME                Zeichen           50

VORNAME          Zeichen           25

GEB_DAT           Zeichen           10

GEB_ORT           Zeichen           35

BERUF                Zeichen           30

EINGEL_DAT      Zeichen           10

EINGEL_ORT      Zeichen           35

KATEGORIE        Zeichen           35

VERBL_DAT        Zeichen           10

VERBL_ART         Zeichen           35

SONSTIGES        Zeichen           50

BILD_DATEI       Zeichen           23

Zur Anzeige der Dokumente in Bildform wird ein separates Programm genutzt, das durch die Datenbank gesteuert wird.

Durch die Kombination von Bildinformation und Datenbankeintrag wird ein authentischer Quellennachweis für alle Datenbankinformationen erbracht. So können die Vorteile bei Zugriff und Auswertung einer Datenbank und die Aussagekraft des Originaldokuments verknüpft werden. Die Datenbank ist dabei als echte Alternative zu derzeit verwendeten Mikrofilmsystemen anzusehen. Hier wären als Vorteile zu nennen:

• Zentrale, sichere und verschleißarme Lagerung und Benutzung der Datenträger in einer Jukebox (automatischer CD-ROM-Wechsler)

• Schneller Zugriff und einfache Auswertbarkeit des Materials

• Kontrollierbarer Datenzugriff von mehreren Arbeitsstationen (Archivnutzern)

• Einfache Erstellung von Dokumentenkopien ohne teuere Spezialhardware (Microfilm-Readerprinter) über Drucker

Parallel zur Eingabe der Quellen in die Datenbanken hat ihre Auswertung begonnen, und zwar entsprechend der Überlieferung in folgenden Abschnitten:

Erster Abschnitt: Lagergründung bis Oktober 1941 (Eintreffen der sowjetischen Kriegsgefangenen)

Quellen – vorhandene Dateien             Sterbezweitbücher vollständig (Datei Todesliste Buchenwald)

                                                              Nummernkartei

Zweiter Abschnitt: Oktober 1941 bis Juli 1943

Quellen – vorhandene Dateien              Sterbezweitbücher (Datei Todesliste Buchenwald)

                                                               Veränderungsmeldungen Kriegsgefangene 1941/42

                                                               Totenbuch Russen (Kriegsgefangene) 1942–1945

Dritter Abschnitt: Juli 1943 bis Ende 1943

Quellen – vorhandene Dateien              Sterbezweitbücher ohne Polen/Russen (Datei Todesliste

                                                               Buchenwald)

                                                               Nummernkartei

                                                               Totenbuch Russen (Kriegsgefangene) 1942–1945

Vierter Abschnitt: Anfang bis Ende 1944

Quellen – vorhandene Dateien               Sterbezweitbücher ohne Polen/Russen/Juden (Datei

                                                                Todesliste Buchenwald)

                                                                Nummernkartei

                                                                Totenbuch Russen (Kriegsgefangene) 1942–1945

                                                                 Veränderungsmeldungen

                                                                 Totenbücher Krankenbau

Fünfter Abschnitt: Anfang 1945 bis 11. April 1945

Quellen – vorhandene Dateien               Veränderungsmeldungen

                                                                Nummernkartei

Sechster Abschnitt: Tote der Evakuierungsmärsche

                                                               Forschungsprojekt 1998/99

Siebenter Abschnitt: von der Befreiung am 11. 4. 1945 bis Anfang Juli 1945

Quellen – vorhandene Dateien                Meldungen des Krankenbaus lückenhaft ab 25. 4. 1945

                                                                Krankenhausakten TB-Krankenhaus Blankenhain

                                                                (Restbestand)

                                                                Totenbuch Russen (Kriegsgefangene) 1942–1945

                                                                Rekonstruktion Friedhof am Bismarckturm, Recherche 1995

                                                                Totenmeldungen 12. 4. 1945 – 24. 4. 1945 nicht zugänglich

                                                                 (ITS Arolsen)

Die Datei zum Gedenkbuch der in Buchenwalder Außenlagern gestorbenen Frauen stellt insofern eine Ausnahme vom sonst gehandhabten Prinzip dar, als sie auf der Grundlage umfangreicher Einzelrecherchen 1997 fertiggestellt worden ist, die entgegen dem sonstigen Verfahren in eine einzige Datei einflossen. Sie enthält für jede Frau eine »Karteikarte«, in der alle personenbezogenen Daten enthalten sind.

Es wurden prinzipiell alle Informationen zu einer Person gespeichert. Bei der Schreibweise des Namens der Häftlingsfrau, der in der Hauptdatei erscheint, wurde die Variante gewählt, die sich aus der Liste des Standesamtes Weimar oder anderen standesamtlichen Unterlagen ergibt. Davon abweichende Angaben aus anderen Quellen erscheinen in Unterdateien. Die Rubrik »Anmerkung« enthält weitere Angaben zu Quellen, Erklärungen sowie sonstige Hinweise.

2. Inventar der Fundstücke

Seit mehreren Jahren werden in der Gedenkstätte Buchenwald archäologische Grabungen an ehemaligen Müllhalden des Konzentrationslagers Buchenwald (1937–1945) und des Speziallagers 2 (1945–1950) sowie Oberflächensammlungen im Gelände der Gedenkstätte durchgeführt. Diese haben einen Bestand von über 7000 Fundstücken erbracht, der bisher in Grabungsprotokollen bzw. Fundinventaren verzeichnet ist. Dieser Bestand soll für die museale Sammlung der Gedenkstätte erschlossen und mittels EDV inventarisiert werden. Dabei wird die Provenienz der Stücke, die auf verschiedene Grabungsorte und Fundlagen verweist, als Ordnungsprinzip erhalten.

Im Rahmen eines Praktikums wurden 1997/98 die dafür erforderlichen Vorarbeiten geleistet und mit der Inventarisierung begonnen. Das Inventar soll im Internet auf der Buchenwald-Homepage als Katalog zur Verfügung stehen.

Nach Abschluß der Arbeiten verfügt die Gedenkstätte über ein Fundament für ihre Tätigkeit. Der bisher erarbeitete Stand belegt dies. Die Beantwortung von Anfragen ehemaliger Häftlinge oder deren Angehöriger wird dadurch in einer deutlich kürzeren Bearbeitungszeit möglich. Auf dem geschaffenen Datensockel können weitere Dokumente aufgesetzt werden. Über Querverweise erschließen sich somit vielfältige Quellen zu einer Person oder einem Sachverhalt. Dabei wird immer parallel zum Datenbankeintrag eine bildhafte Darstellung des Originaldokumentes zur Verfügung gestellt. Zum Schutz aktueller Persönlichkeitsrechte werden die personenbezogenen Datenbanken bis auf weiteres nur von wissenschaftlichen Mitarbeitern in der Gedenkstätte und auf Antragstellung von Archivbenutzern einzusehen sein.

1     Folgende Veränderungsmeldungen sind im Th. Hauptstaatsarchiv Weimar überliefert:

KZ Bu 4/4/1 (Veränderungsmeldungen 26. 8. 1938 – 20. 1. 1940, Listen A 4 [Original], maschinenschriftlich Bl. 352–886 [26. 8. 1939 – 20. 1. 1940], Bl. 888–944 [13. 1. 1939 – 18. 5. 1939],

Bl. 882–886 [Meldg. Gerätekammer für Bl. 38]).

KZ Bu 4/4 (Veränderungsmeldungen 21. 1. 1940 – 31. 12. 1940, Listen A 4 [Original], maschinenschriftlich Bl. 1–351).

KZ Bu 4/5 (Veränderungsmeldungen 1. 1. 1941 – 4. 1. 1942, Listen A 4 [Original], maschinenschriftlich [es fehlen: 31. 12. 1941/1. 1. 1942/2. 1. 1942]).

KZ Bu 4/5/1 und 4/5/2 [ein Band] (Veränderungsmeldungen 6. 1. 1942 – 24. 12. 1942, Listen A 4 [Original], maschinenschriftlich Bl. 231–593 [6. 1. 1942 – 11. 8. 1942], Bl. 1–230 [12. 8. 1942 – 24. 12. 1942]).

KZ Bu 4/7 (Veränderungsmeldungen 1. 1. 1944 – 28. 10. 1944, Listen A 4 [Original], maschinenschriftlich, Bl. 211–539 [1. 1. 1944 – 28. 10. 1944, fehlen: 14. 3. 1944/11. 4. 1944/25. 4. 1944/2. 6. 1944/9. 6. 1944/

12. 9. 1944], Bl. 540–597 [Namenskorrekturen Polit. Abteilung Dez. 1942 – Nov. 1943]).

KZ Bu 4/7/1 (Veränderungsmeldungen 29. 10. 1944 – 10. 4. 1945 Listen A 4 [Original], maschinenschriftlich, Bl. 1–210 [fehlen: 9. 4. 1945, ohne Namen: 1. 4. 1945/2. 4. 1945/5. 4. 1945/6. 4. 1945]).

KZ Bu 5/16 (Veränderungsmeldungen 23. 1. 1945 – 13. 4. 1945 Listen A 4 [Original], maschinenschriftlich, Bl. 1–693 [23. 1. 1945 –13. 4. 1945, fehlen: 1. 4. 1945/2. 4. 1945/3. 4. 1945/6. 4. 1945], Bl. 694–703 [14 f 13–1941], Bl. 704–728 [Selbstmordmeldungen 1944]). NS4 Bu 106 (Veränderungsmeldungen SU-Kriegsgefangene 1941/42).

2     Folgende Bücher des Krankenbaus sind im Th. Hauptstaatsarchiv Weimar überliefert:

KZ Bu 5/1 (Totenbuch 13. 6. 1938 – 11. 10. 1938, Kladde A 5 [Fotokopien], 125 Doppelseiten, Sütterlinschrift, lfd. Nr. 100–369).

KZ Bu 5/18 (Totenbuch 11. 10. 1938 –12. 12. 1938, Kladde A 5 [Original], 109 Doppelseiten, Sütterlinschrift, lfd. Nr. 370–688).

KZ Bu 5/2 (Totenbuch 12. 12. 1938 – 2. 7. 1939, Kladde A 5 [Original], 117 Doppelseiten, Sütterlinschrift, lfd. Nr. 690–1036).

KZ Bu 5/19 (Totenbuch 8. 7. 1939–15.11.1939, Kladde A 5 [Original], 100 Doppelseiten, Sütterlinschrift, lfd. Nr. 1037–1430).

KZ Bu 5/3 (Totenbuch 1. 1. 1940 – 29. 9. 1940, Kladde A 5 [Original], 95 Doppelseiten, Sütterlinschrift, lfd. Nr. 1–1699).

KZ Bu 5/4 (Totenbuch 2. 10. 1940 – 22. 8. 1941, Kladde A 5 [Original], 49 Doppelseiten, Sütterlinschrift, lfd. Nr. 1700–1830 [1940], lfd. Nr. 1–820 [1941]).

KZ Bu 5/7 (Totenbuch 22. 8. 1941 – 28. 3. 1942, Kladde A 5 [Original], 48 Doppelseiten, Sütterlinschrift, lfd. Nr. 821–1439 [1941], lfd. Nr. 1–195 [1942]).

KZ Bu 5/11 (Totenbuch 31. 3. 1942 – 29. 11. 1942, Kladde A 5 [Original], 90 Doppelseiten, Sütterlinschrift, lfd. Nr. 196–1762 [1942]).

KZ Bu 5/13 (Totenbuch 1. 1. 1944 – 24. 3. 1944, Kladde A 5 [Original], 168 Doppelseiten, Handschrift, lfd. Nr. 1–1200 [1944]).

KZ Bu 5/14 (Totenbuch 24. 3. 1944 – 29. 10. 1944, Kladde A 5 [Original], 184 Doppelseiten, Handschrift, lfd. Nr. 1201–1302 [24. 3. 1944 – 31. 3. 1944], lfd. Nr. 1–512 [1. 4. 1944 – 30. 4. 1944], lfd. Nr. 1–428

[1. 5. 1944 – 30. 5. 1944], lfd. Nr. 1–369 [1. 6. 1944 – 30. 6. 1944], lfd. Nr. 1–294 [1. 7. 1944 – 30. 7. 1944], lfd. Nr. 1–529 [31. 7 .1944 – 30. 8. 1944/Nachmeldg. Juli], lfd. Nr. 1–465 [31. 8. 1944 – 29. 9. 1944/

Nachmldg. August], lfd. Nr. 1–706 [30. 9. 1944 – 29. 10. 1944/Nachmeldg. Sept.]).

KZ Bu 5/15 (Totenbuch 30. 10. 1944 –1 8. 1. 1945, Kladde A 5 [Original], 168 Doppelseiten, Handschrift, lfd. Nr. 1–1099 [30. 10. 1944 – 29. 12. 1944], lfd. Nr. 1–1178 [30. 12. 1944 – 18. 1. 1945]).

KZ Bu 5/12 (Totenbuch Russen 5. 9. 1942 – 9. 3. 1945, Kladde A 5 [Original], Handschrift, lfd. Nr. 735–913).

3     Die Nummernkartei befindet sich im Th. Hauptstaatsarchiv Weimar.