Gedenkstätte Bergen-Belsen D-29303 Lohheide
»Gedenkbuch Bergen-Belsen«
Hrsg. Stiftung niedersächsische Gedenkstätten/ Gedenkstätte Bergen-Belsen (April 2005).
Die zwei Bände im Format DIN A4 mit 1 176 Seiten liegen im Foyer der Gedenkstätte aus und können für 28 Euro zzgl. Versandkosten bezogen werden. Das Gedenkbuch ist nicht im Handel erhältlich. Es wurde finanziert mit Mitteln der Bundesrepublik Deutschland und des Landes Niedersachsen.
Es enthält die biografischen Grunddaten der etwa 50 000 bis jetzt namentlich bekannten Häftlinge des Konzentrationslagers Bergen-Belsen und seiner drei Außenlager. Die Gesamtzahl der Häftlinge wird auf etwa 120 000 geschätzt. Neben Name und Vorname(n) werden Geburtsdatum und Geburtsort, Sterbedatum und Sterbeort sowie Datum und Ort der Befreiung genannt, sofern diese Angaben aus den Quellen hervorgehen. Vorwort und Einleitung sind in Deutsch und Englisch abgedruckt.
Grundlage: Computergestütztes Verzeichnis der Häftlinge des KZ Bergen-Belsen, begonnen Anfang der 90er Jahre, für das zahlreiche Quellenbestände ausgewertet wurden.
Projektleitung Bernd Horstmann
Bundesarchiv Finckensteinallee 63, D-12205 Berlin
Neubearbeitung »Gedenkbuch – Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933–1945«
Veröffentlichungstermin 1. Halbjahr 2006, 4 Bände, ca. 3 600 Seiten. Das Gedenkbuch enthält die Namen von ungefähr 150 000 Ermordeten aus dem Gebiet des Deutschen Reiches. Das 1986 erschienene Gedenkbuch wurde zum Teil überarbeitet und um die Namen der Opfer aus dem Gebiet der jetzigen neuen Bundesländer und der ehemaligen Ostgebiete ergänzt. Der Internationale Suchdienst in Bad Arolsen recherchierte die Schicksalsangaben. In engster Zusammenarbeit mit dem Centrum Judaicum und unterstützt mit Mitteln des Bundesministeriums des Innern erfolgte die Überarbeitung des »Gedenkbuch[es] Berlins der jüdischen Opfer des Nationalsozialismus« (1995) als integralem Bestandteil des Gedenkbuches.
Die Bearbeitung vollzieht sich in einer webgestützten Datenbank. Quellenbasis sind insbesondere die Ergänzungskarten für Angaben über Abstammung und Vorbildung aus der Volkszählung vom 17.05.1939. In diesem Bestand sind ungefähr 85 % der jüdischen Einwohner des Deutschen Reiches namentlich vermerkt. Das Gedenkbuch wird neben den Grußworten, den Begleittexten zur Quellenlage und zur Bearbeitung eine Übersicht zu den Deportationen enthalten.
Die Namen der Ermordeten erscheinen in alphabetischer Reihenfolge. Enthalten sind Familienname, Vorname, Geburtsname, Geburtsdatum, Geburtsort, Wohnort, Deportationsdatum- und ort, Datum und Ort des Weitertransports, Todesdatum und -ort.
Projektleitung Undine Völschow
Gedenkstätte Ehrenhain Zeithain An der Gröditzer Straße, D-01619 Zeithain
»Zeithain – Gedenkbuch für sowjetische Kriegsgefangene« (2 Bände)
Hrsg.: Stiftung Sächsische Gedenkstätten zur Erinnerung an die Opfer politischer Gewaltherrschaft/Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Dresden 2005
ISBN 3-934382-15-0.
Band 1: Das Kriegsgefangenenlager Zeithain – vom »Russenlager« zur Gedenkstätte, 171 Seiten gebunden. Sammelband mit Beiträgen deutscher und russischer Autoren zur Geschichte des Kriegsgefangenenlagers Zeithain 1941–1945, Zeithain als Repatriierungsort für sowjetische Staatsbürger 1945/46 sowie zur Entstehungsgeschichte und Arbeit der Gedenkstätte Ehrenhain Zeithain (zweisprachig in Deutsch und Russisch).
Band 2: Namensbuch verstorbener sowjetischer Kriegsgefangener, 286 Seiten gebunden. Alphabetische Auflistung von mehr als 5 000 Namen der ca. 25 000–30 000 im Kriegsgefangenenlager Zeithain 1941–1945 verstorbenen sowjetischen Kriegsgefangenen. Die Namen der Verstorbenen sind entsprechend dem russischen Alphabet in kyrillischer Schrift aufgelistet. Angegeben ist der Name, Vorname, Vatersname, Geburts- und Todesdatum. Ein Register mit der kyrillischen und der deutschen Schreibweise komplettiert den Band, so dass die Namen auch über die deutsche Schreibweise zu finden sind.
Grundlage: Neue, bisher nicht genutzte Archivquellen aus russischen, deutschen und weißrussischen Archiven, die im Rahmen des internationalen Forschungsprojektes »Sowjetische und Deutsche Kriegsgefangene und Internierte. Forschungen zum Zweiten Weltkrieg und zur Nachkriegszeit« seit 2000 erhoben worden sind.
KZ-Gedenkstätte Flossenbürg Gedächtnisallee 5–7, D-92696 Flossenbürg
Zwei Bücher (gedruckt, aber nicht publiziert). Namensbuch »Die Häftlinge des Konzentrationslagers Flossenbürg und seiner Außenlager«
Alphabetische Auflistung der ca. 89 000 bekannten Namen, außerdem der 119 bekannten Namen von 121 Toten auf dem Ehrenfriedhof im Ort Flossenbürg, der 897 bekannten Namen von 5 445 Toten auf dem Ehrenfriedhof in der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg, sowie ein Hinweis zu den Quellen. Enthält: Nachname, Vorname(n), Geburtsdatum, Haftnummer(n) des KZ-Flossenbürg und/oder Erkennungsmarkennummer der Wehrmacht, Todesdatum. DIN A3, 1516 Seiten, Auflage: 10 Exemplare.
Totenbuch »Die Toten des Konzentrationslagers Flossenbürg und seiner Außenlager«
Chronologische Auflistung der ca. 20 000 bekannten Namen vom 21. 5. 1938 bis zum 8. 5. 1945. Enthält: Todesdatum, Nachname, Vorname(n). DIN A3 quer, 246 Seiten, Auflage: 2 Exemplare.
Beide Bücher sind in der Bibliothek der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg einsehbar. Grundlage: Häftlingsdatenbank der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg, Vorbereitungszeit: nahezu 5 Jahre (2000–2005) unter Mitarbeit von ca. 50 studentische Praktikanten.
Projektleitung Johannes Ibel
KZ-Gedenkstätte Neuengamme Jean-Dolidier-Weg 39, D-21039 Hamburg
»Die Toten – Konzentrationslager Neuengamme«
CD-ROM mit den Namen und Lebensdaten von über 23.000 Häftlingen, die im KZ Neuengamme oder einem der über 80 Außenlager ums Leben kamen. Angegeben sind Nachname, Vorname(n), Geburtsdaten, Geburtsorte und –länder, Berufe, Todesdaten, Todesorte und die Häftlingsnummern des KZ Neuengamme. Eine Recherche ist möglich nach Name, Geburtsdatum und –ort, Todesdatum und –ort sowie Häftlingsnummer. Die Navigation durch das Programm ist in fünf Sprachen möglich: deutsch, französisch, englisch, polnisch und russisch. Das digitale Totenbuch ist an zwei Terminals auf dem Gelände der KZ-Gedenkstätte Neuengamme einsehbar und für 19,90 Euro als CD-ROM über die Gedenkstätte zu beziehen. Auflage: 500 Stück.
Zusätzlich wurde ein Exemplar als gedrucktes Totenbuch angefertigt, das im »Haus des Gedenkens« auf dem Gelände der KZ-Gedenkstätte Neuengamme einsehbar ist. Es umfasst 2 610 Seiten im Format DIN A4 quer und ist vierbändig.
Grundlage: Häftlingsdatenbank der KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Vorbereitungszeit: 1995–2004 mit Unterbrechungen, Gestaltung/Programmierung: Hinz und Kunst, Braunschweig
Projektleitung Herbert Diercks und Christian Römmer
Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück D-16798 Fürstenberg
»Gedenkbuch für die Opfer des Konzentrationslagers Ravensbrück 1939–1945«
Hrsg. Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück/Projekt Gedenkbuch.
Berlin: Metropol, 2005, ISBN 3-936411-75-1; 728 Seiten, Format 17x24 cm, Auflage: 1 000 Exemplare. Alphabetisches Namensverzeichnis von 13 161 toten Frauen, Männern und Kindern, die als Häftlinge nach Ravensbrück verschleppt wurden. Enthält: Nachname, Vorname, Geburtsname, Geburtsort, Nationalität, Todesdatum, Todesort.
Grundlage: Meta-Datenbank (Gesamthäftlingsdatenbank) als Ergebnis einer Auswertung umfangreicher Quellenbestände. Weitere Informationen zu den Namen sind in der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück in einer Datenbank abrufbar. Das Projekt Gedenkbuch erhielt Unterstützung bei der Eingabe, bei der technischen und wissenschaftlichen Aufbereitung und internationale Unterstützung von zahlreichen Archiven und ehemaligen Häftlingen, Projektdauer: 1996–2005
Projektleitung Dr. Bärbel Schindler-Saefkow unter Mitarbeit von Monika Schnell
Institut Theresienstädter Initiative – Institut Terezinske Iniciativy Jachymova 3, 110 00 Praha 1, Tschechische Republik
»Theresienstädter Gedenkbuch«
Hrsg. Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes, Institut Theresienstädter Initiative. Österreichische Jüdinnen und Juden in Theresienstadt, 1942–1945. Prag 2005.
DIN A4, 703 Seiten gebunden, Auflage 700 Exemplare, 29 Euro, ISBN 3-8258-7590-3. Das Gedenkbuch beinhaltet Listen der Opfer der Transporte aus Österreich nach Theresienstadt, einschließlich der ungarischen Juden, die aus dem österreichischen Gebiet nach Theresienstadt deportiert wurden, und eine Liste der österreichischen Juden, die nach Theresienstadt aus anderen Länder geschickt wurden. Es werden insgesamt über 18 000 Namen genannt. Die Einträge enthalten: Vor- und Nachname, Geburtsdatum, Transporte nach und aus Theresienstadt, Todesdatum, Todes- bzw. Befreiungsort.
Projektleitung Michal Frankl
Der Text wurde aus Beiträgen der Verantwortlichen in den jeweiligen Institutionen zusammengestellt.