15 Jahre Aktives Museum Faschismus und Widerstand in Berlin e.V.

06/1998Gedenkstättenrundbrief 83, S. 34-40
Armbrüster, Georg

In einem an zeitlichen Freiräumen raren Tätigkeitskontext trägt nicht selten ein Anstoß von außen dazu bei, eine - wenngleich lange Zeit gehegte, wegen (vermeintlich) vorrangiger Aufgaben jedoch stets vernachlässigte — Absicht ganz plötzlich auf den ersten Platz der Prioritätenliste »zu hieven«: In dem vorliegenden Fall bedeutet dies, über den eigenen unmittelbaren Tätigkeitszeitraum hinaus, einen Blick zurückzuwerfen in die Anfangsjahre des vor nunmehr 15 Jahren (!) in erster Linie als Lobby-Verein für das »Prinz-Albrecht-Gelände« gegründeten Aktiven Museums Faschismus und Widerstand in Berlin, endlich einmal wohlbegründet jene spärlichen Zeugnisse in die Hand zu nehmen, die bruchstückhaft Auskunft über die Anfänge einer Entwicklung geben können, die inzwischen selbst zum Gegenstand wissenschaftlich-forschender Betrachtung geworden ist. Dabei erfolgt der Zugriff auf die Akten in der Geschäftsstelle — wie könnte es anders sein - natürlich just in dem Moment, in dem sie als Depositum in den Bestand des Berliner Landesarchivs übergehen sollen. Gerade noch rechtzeitig also.

Beim Studium der hausinternen Quellen ist für den »nachgerückten Nachgeborenen« zunächst überraschend, mit wie vielen, aus anderen Arbeitszusammenhängen und Einzelprojekten im Lauf der Jahre vertrauten Namen sich die Bürgerinitiative für ein »aktives Museum« mittlerweile verknüpft. Fast möchte man ein Lied auf die vielen unbesungenen Heldinnen und Helden anstimmen, die mit außergewöhnlichem Engagement und sehr viel Phantasie für einen angemessenen Umgang mit einem Erbe geworben und gestritten, sich an unterschiedlichsten Aktionsformen beteiligt haben und denen es dank ihrer Beharrlichkeit gelungen ist, die Öffentlichkeit für einen in seiner Bedeutung einzigartigen Ort zu sensibilisieren und die politischen Entscheidungsträger in die Verantwortung zu nehmen. Seinen faktischen Ausdruck hat diese Überzeugungsleistung in der vom Land Berlin und dem Bund konstituierten Stiftung »Topographie des Terrors« gefunden, optisch wird sie in den sukzessive voranschreitenden Baumaßnahmen über den Kellerresten sichtbar.

Bis zu diesem Durchbruch galt es allerdings so manche Hürde zu meistern. Eine schöne und -angesichts dieser diversen Rückschläge und Krisen - nicht unberechtigte Tradition des Aktiven Museums besteht vor diesem Hintergrund bis heute darin, die inhaltliche Tagesordnung der Vorstandssitzungen jeweils mit dem Punkt »Gestapo-Gelände« beginnen zu lassen.

Ermöglicht wurde die Gründung des Vereins durch ein ungewöhnlich breites Bündnis verschiedener Gruppen und Organisationen, das sich anlässlich des 50. Jahrestages der nationalsozialistischen Machtergreifung in Berlin zusammengefunden hatte, um im Rahmen bezirklicher Veranstaltungen und Ausstellungsprojekte NS-Geschichte »von unten« zu erforschen und zu dokumentieren. Bei der Vorbereitung und Durchführung dieser Aktivitäten gewann ein eklatanter Mangel augenfällig an Kontur: Berlin fehlte eine Institution mit einem geeigneten personellen, pädagogischen und räumlichen Konzept für eine kontinuierliche Auseinandersetzung mit der (und somit Aufklärung über die) Zeit des Nationalsozialismus. Da fügte es sich im Grunde genommen mehr als günstig, dass beinahe parallel zu diesem Erkenntnisprozess ein bis dato als Autodrom genutztes, noch kurz zuvor eher unscheinbares, brachliegendes Trümmergelände in der südlichen Friedrichstadt Berlins »wiederentdeckt« worden war - das »Prinz-Albrecht-Gelände«.

Jahrzehntelanger Verdrängung und Vergessenheit entrissen, schien dieser authentische Ort als Standort für ein »aktives Museum geradezu prädestiniert. Nicht nur, dass sich hier das organisatorische Zentrum des NS-Unterdrückungs- und Vernichtungsapparates befunden hatte, da die Täter in ihren hiesigen Bürostuben die Ermordung von Millionen rassistisch und politisch Verfolgter »verwaltet« hatten und dem Gelände damit ein besonderer Stellenwert in der NS-Topographie zukommt. Darüber hinaus stand und steht es sozusagen als großflächige Chiffre dafür, wie die deutsche Kriegs- und Nachkriegsgeneration in der zurückliegenden Periode versucht hat, Schuld und NS-Verbrechen zu bewältigen. Doch nicht nur den Verdrängungsprotagonisten war daran gelegen, den historisch brisanten Ort möglichst dauerhaft aus dem Stadtbild zu tilgen. Nach der Vereinigung Deutschlands galt es, sich, angesichts des gewachsenen Verkehrswerts des in der Mitte Berlins gelegenen Grundstücks, gegen allerlei spekulative Begehrlichkeiten zu erwehren. Gleichermaßen verhindert werden konnte der verschiedentlich geäußerte Vorschlag, diese offene Stelle der historisch-topographischen Stadtlandschaft symbolträchtig durch das geplante Holocaust-Mahnmal zu besetzen.

Das eigentlich auslösende Moment für die Vereinsgründung im Juni 1983 war die Auslobung eines öffentlichen Wettbewerbs zur Neugestaltung des Areals »Prinz-Albrecht-Palais«. Gewissermaßen als Replik auf das von dem Berliner Schriftsteller Heinz Knobloch geprägte Bonmot »Misstraut den Grünflächen!« sollte eine, den Ort ignorierende und seine Geschichte entsorgende Überformung zu einer parkähnlichen Grünanlage mit künstlerischem Element (als Mahnmal für die NS-Opfer) mit Vehemenz verhindert werden. Fortan brachte der Verein Aktives Museum Faschismus und Widerstand in Berlin deshalb die sich in dem damaligen Zustand des Geländes manifestierende, Jahrzehnte währende Missachtung immer wieder zur Sprache und setzte sich gemeinsam mit anderen in Demonstrationen, Denkschriften, Ausstellungen und Hearings für einen »Denkort Gestapo-Gelände« ein, bot Führungen an, organisierte Anwohnerbegehungen, befragte Zeitzeuginnen und Zeitzeugen und führte symbolische Ausgrabungen durch. Dabei nimmt es nicht wunder, dass im Zuge des langwierigen Austarierens und Festschreibens eines tragfähigen Nutzungskonzepts — wozu sich die Diskussion um das verschüttete Erbe nach anfänglichen Erfolgen unversehens entwickelt hatte - ursprüngliche Ziele aufgegeben werden mussten, es inhaltliche Verschiebungen gab, Kompromisse zu schließen waren und sich die spezifische Rolle des Vereins Aktives Museum gewandelt hat.

Vielleicht müsste ja eigentlich umgekehrt erstaunen, dass viele der originären Ideen bis heute aktuell geblieben sind. In einer der ersten Vereinsveröffentlichungen erklärte der langjährige Vorstandsvorsitzende Gerhard Schoenberner hinsichtlich des vom Aktiven Museum propagierten Informations- und Begegnungszentrums Anfang 1984: »Eine solche Einrichtung wird (...) in Berlin benötigt. Wir nennen sie Aktives Museum, weil sie mehr sein soll als ein Pavillon mit einigen historischen Fotos und Dokumenten. Es sollte ein Zentrum der Information, ein Platz politischer Bildungsarbeit, eine Geschichtswerkstatt und Begegnungsstätte in einem sein.«' Idealerweise sollte das Museum über ein Archiv, eine Mediothek, Ausstellungsräume, Werkstätten und ein Kommunikationszentrum verfügen. Viele dieser visionären Vorstellungen der Initiatorinnen und Initiatoren des Aktiven Museums fanden sich dann Ende 1990 im Schlussbericht der vom Senat eingesetzten »Fachkommission zur Erarbeitung von Vorschlägen für die künftige Nutzung des »Prinz-Albrecht-Geländes« in Berlin-Kreuzberg« wieder.

Die Absicht, im Archiv vor allem jene Materialien, die im Kontext der Stadtteil-Ausstellungen während der Berliner Projekte zum 50. Jahrestag des 30. Januar zusammengetragen wurden, zu sammeln, fand schließlich (wegen der für die NS-Zeit insgesamt herausragenden, überregionalen Funktion der auf dem Gelände konzentrierten Behörden) keinen Zuspruch und geriet leider irgendwann vollständig aus dem Blick, wiewohl die Grundidee - dies sei nicht zuletzt aufgrund persönlicher Erfahrungen bei der Mitarbeit an Ausstellungsprojekten des Aktiven Museums hervorgehoben - heute aktueller denn je erscheint. Denn die seit Anfang der 80er Jahre durch Berliner Geschichtsinitiativen, Geschichtswerkstitten, Heimatmuseen und anderen gewonnenen neuen (Er-)Kenntnisse über die NS-Zeit sind enorm, und durch das Zusammenführen dieser Forschungsergebnisse könnte manche, nicht nur berlin-spezifische Fragestellung sehr viel rascher und gründlicher erschlossen werden. In der pädagogischen Arbeit der Stiftung »Topographie des Terrors - Internationales Dokumentations- und Begegnungszentrum Berlin« könnte sich eine derartige regionalgeschichtliche Basis als durchaus hilfreicher Zugang erweisen. Doch dies nur am Rande.

Das Credo der Mütter und Väter des Vereins Aktives Museum - nämlich an der Geschichte für die Gegenwart zu lernen, diese permanent zu aktualisieren und sich selbständig anzueignen - zieht sich wie ein roter Faden bis in die Gegenwart. Hierzu zählt(e) die aktive Spurensuche, die etwa zu den bereits erwähnten Grabungsaktionen auf dem »Gestapo-Gelände« führten und ganz maßgeblich dazu beitrugen, diesen Teil der Geschichte in das Gedächtnis der Stadt zurückzurufen, ebenso, wie der gezielte Protest gegen die die jüngste Vergangenheit »neutralisierenden Bilderstürmereien« der Nachwendezeit. Geradezu als Prototyp dieser vielschichtigen, nicht selten konfliktreichen Aktivitäten entstand 1991 das Ausstellungsprojekt »Mit der Geschichte leben - ein antifaschistisches Traditionskabinett aus dem Jahre 1986 wird kommentiert« - im Grunde genommen die Ausstellung der Ausstellung. Das im Zusammenhang mit der Einweihung des Thälmann-Denkmals im Thälmann-Park eröffnete Traditionskabinett hatte das Ende der DDR überdauert und war nun von einer Arbeitsgruppe aus Ost und West durch das Hinzufügen von Fragen, Anmerkungen, Ergänzungen und Hinweisen seinem geschichtsklitternden Impetus gleichsam entrissen worden. Statt Demontage also Deutung und Erklärung.

Getreu diesem Grundsatz brachten Mitglieder des Aktiven Museums im Verlauf der in Berlin mit großer Leidenschaft geführten Straßenumbenennungsdiskussionen wiederholt provisorische Ergänzungstafeln an den Straßenschildern »unbequemer« bzw. »diskreditierter« Namenspatroninnen und Namenspatronen an. Wie sich Markierungen im 6ffentlichen Raum gänzlich zu einem charakteristischen Aktionsfeld entwickelten und den Vereinsaktivistinnen und -aktivisten in der Berliner Tagespresse den (nicht unverdienten, vielleicht ein wenig martialischen) Titel »Gedenktafel-Guerilla« bescherte. Dank der sensibilisierten Wahrnehmung war nämlich schon bald evident geworden, dass in Berlin zahlreiche Gebäude und Plätze, an denen Erinnerungszeichen wichtig wären, unberücksichtigt geblieben waren. Diese - wie sie Martin Schönfeld, der Autor der beiden vom Aktiven Museum herausgegebenen Gedenktafel-Bücher bezeichnet - Fußnoten der lokalen Geschichte können als dezentrale, über die Stadtlandschaft verteilte Anmerkungen dazu beitragen, am Wohnort bzw. in der unmittelbaren Nachbarschaft die historischen und politischen Brüche seit 1933 erfahrbar zu machen, »sie lassen uns etwas erahnen von dem oft nicht mehr vorhandenen Lebensumfeld Einzelner und den Bezugspunkten ihres Alltags.«? So forderte das Aktive Museum gegebenenfalls die zuständigen Bezirksbehörden zur Anbringung entsprechender Ortsmarkierungen auf oder brachte da, wo keine Fortschritte erzielt werden konnten, provisorische Gedenktafeln an, um dem Anliegen öffentlichen Nachdruck zu verleihen. Gleichzeitig bemühten sich die Mitglieder darum, die seit der Wende im Ostteil Berlins verschiedentlich entfernten Tafeln zu erneuern. Solchen eher behutsamen Markierungen im öffentlichen Raum stand und steht die politisch herbeigeführte Umgestaltung der Neuen Wache zur »Zentralen Gedenkstätte der Bundesrepublik Deutschland« diametral entgegen. Die massiven Proteste des Aktiven Museums im November 1993 wider diesen kollektiven Gedächtnisverlust konnten die obskure Umwidmung leider nicht verhindern.

Bei dieser Demonstration und der überwiegenden Mehrzahl anderer durch das Aktive Museum realisierter Projekte mag allerdings trotz alledem selbstbeweihräucherndes »Schulterklopfen« erlaubt sein: Bei der retrospektiven Durchsicht der jährlichen Tätigkeitsberichte verwundert angesichts der bescheidenen Infrastruktur nicht nur die Fülle an Veranstaltungen und Ausstellungen, sondern in ebensolcher Weise die inhaltliche Qualität der Arbeit. Als Beleg für diesen Eindruck sei beispielhaft eine Veranstaltungsreihe erwähnt, die sich seit einigen Jahren thematisch mit Aspekten der (R)Emigration von Verfolgten des NS-Regimes beschäftigt. 1995 ging die auf dem Gelände des früheren Anhalter Bahnhofs gezeigte »Open-air«- Ausstellung »1945: Jetzt wohin? - Exil und Rückkehr ... nach Berlin?« erstmals auf breiter Basis der in der Geschichtsforschung lange Zeit vernachlässigten Frage nach, welche Gründe bzw. Überlegungen für die NS-Flüchtlinge ausschlaggebend gewesen waren, am Ende des Krieges in ihre Heimat zurückzukehren oder - wie dies mehrheitlich geschah – sich dauerhaft außerhalb Deutschlands niederzulassen sowie darüber hinaus, welche politischen oder institutionellen Bemühungen unternommen worden waren, um die Emigrantinnen und Emigranten zu einer Rückkehr zu bewegen.

Die in der Vorbereitung dieser Ausstellung angestellten Recherchen führten u.a. auch auf die Spur eines in der deutschen Nachkriegsgeschichte offensichtlich einmalig gebliebenen Ereignisses: die gemeinsame Rückkehr von 295 Shanghai-Flüchtlingen nach Berlin am 21. August 1947. An diese, in ihrer Größenordnung und Art völlig ungewöhnliche und trotz des, für damalige Verhältnisse, großen Medienechos in Vergessenheit geratene Rückführaktion wurde anlässlich des 50. Jahrestages durch die Ausstellung »Leben im Wartesaal - Exil in Shanghai 1938 bis 1947« sowie das Symposium »Das Ende des Exils in Shanghai« erinnert. Binnen weniger Wochen haben sich dabei die seit 1995 bestehenden weltweiten Kontakte des »rührigen« - so das Attribut der Süddeutschen Zeitung in ihrer Berichterstattung zu den Veranstaltungen - Vereins zu ehemaligen Berlinerinnen und Berlinern vervielfacht. Der Austausch mit den Zeitzeuginnen und Zeitzeugen bereicherte die Arbeit stets außerordentlich und trug ganz wesentlich zu dem erreichten Kenntnisstand bei. Im kommenden Jahr wird die Reihe der Exil-Projekte mit einer Ausstellung über das Leben und Wirken deutscher Emigrantinnen und Emigranten in der Türkei fortgesetzt werden. Damit rückt wiederum ein Thema in den Mittelpunkt der Tätigkeit, dass im öffentlichen Bewusstsein bislang eine weitgehend untergeordnete Rolle gespielt hat und doch gerade in der Gegenwart so viele aktuelle Anknüpfungspunkte bietet. Man darf gespannt sein.

Die Bereitschaft zu zeitaufwendigen Studien der Vereinsgeschichte und »quälender« Schreibarbeit ist Übrigens längst nicht so uneigennützig, wie dies scheinen könnte. Die in Aussicht gestellte Veröffentlichung des Artikels bot nämlich den Anreiz, über ein ausgezeichnetes Forum viele potentielle Nutzerinnen und Nutzer für die Dokumentationsstelle in der Geschäftsstelle des Aktiven Museums zu interessieren. Denn in der deutschen Hauptstadt (und vermutlich sogar bundesweit) einmalig sein dürfte die umfangreiche Zeitungsausschnittsammlung, deren quantitativer und qualitativer Schwerpunkt der Umgang mit der Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland und hier vor allem in Berlin bildet, mit Rubriken z.B. zu NS-Prozessen, Enthüllungen und Kontinuitäten von Personen und Institutionen, historisch-pädagogischen Ausstellungen, Gedenkstätten, Gedenktafeln und Straßennamen, einzelnen Einrichtungen wie Topographie des Terrors, Haus der Wannsee-Konferenz, Jüdisches Museum u.v.m. Bereits seit 1987 werden - auf der Grundlage dieser differenzierten Systematik - kontinuierlich Tageszeitungen und Periodika ausgewertet und (nach Jahren sortiert) den einzelnen Sammelgebieten zugeordnet, die augenblicklich insgesamt ca. 15000 Artikel umfassen. Um die Dokumentation weiter zu vervollständigen, werden zudem nach und nach die zurückliegenden Jahrgänge des »Tagesspiegels« eingearbeitet. Ferner ist im Rahmen der Exil- Projektreihe ein Spezialsammlungsgebiet mit biographischen Angaben zu mittlerweile einigen Tausend durch das NS-Regime zur Emigration gezwungener Berlinerinnen und Berliner entstanden. Zur regen Benutzung dieses Fundus wird herzlich eingeladen!

Zu guter Letzt sei noch ein schneller Griff in die Anekdotenkiste erlaubt. Zu den eindrücklicheren Erfahrungen im Büro des Aktiven Museums zählt ein zwar irgendwie naheliegendes, dessen ungeachtet immer wieder aufs Neue irritierendes Phänomen, das die Mitarbeiter/innen des Vereins wohl auch in den kommenden 15 Jahren begleiten dürfte: Dutzendweise haben wir sie von dannen ziehen sehen, jene hochmotivierten, besonders fleißigen Großstadtwanderinnen und -wanderer, die in Erwartung eines mutmaßlich außergewöhnlichen Museums bei uns eintraten und die – doch einigermaßen profane - Geschäftsstelle nach rascher Aufklärung ernüchtert wieder verließen und sich im günstigsten Fall auf den Weg zu einer unserer Ausstellungen begaben.